Ecuador: Journalisten wurden an der Grenze zu Kolumbien entführt

Die Entführung von drei Mitarbeitern der Tageszeitung El Comercio – darunter ein Reporter und ein Fotograf – an der Grenze zwischen Kolumbien und Ecuador ist zutiefst beunruhigend, stellt der internationale PEN fest.

Das Verschwinden der Journalisten am 26. März wurde vom ecuadorianischen Innenminister César Navas bestätigt: „Drei Mitarbeiter von El Comercio wurden gestern entführt. Dies geschah in den frühen Morgenstunden in Mataje, Verwaltungsbezirk San Lorenzo, Provinz Esmeraldas.“

Die Journalisten, deren Namen aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben wurden, führten ihre Arbeit als Journalisten in der Gegend aus, wo die ecuadorianischen Streitkräfte eine Offensive gegen regimekritische Elemente der FARC (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) durchführen.

Umfassenden Medienberichten zufolge breitet sich seit Januar 2018 eine Welle der Gewalt in der Region aus, die zum Teil auf den Friedensprozess in Kolumbien und den Drogenhandel zurückzuführen ist.

Der internationale PEN fordert die Behörden beider Länder auf, die Sicherheit, die Freiheit der Meinungsäußerung und den Frieden für ihre Bürger und Journalisten zu gewährleisten und rasch zu handeln, um die Freilassung der drei Journalisten zu gewährleisten.

Zum einem vollständigen Statement des internationalen PEN in englischer Sprache kommen Sie hier.

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