Hilfe für Pap Saine

Pap Saine gibt in Gambia die Tageszeitung The Point heraus und wurde 2006 mit dem Preis für Meinungs- und Pressefreiheit der Palm-Stiftung ausgezeichnet, zu deren Preisträgern auch unser derzeitiger WiE-Stipendiat Itai Mushekwe aus Simbabwe zählt. Vor wenigen Tagen teilte uns die Geschäftsführerin dieser Stiftung mit, daß Pap Saine mehrere Prozesse wegen angeblichen Rufmords angehängt worden seien. Nicht nur wegen seiner seit längerem angegriffenen Gesundheit stellten diese Anklagen eine schwere Belastung dar. Seit Anfang dieses Jahres war Pap Saine mehrmals im Gefängnis. Er kaufte sich durch hohe Kautionen frei, ist aber mittlerweile finanziell ruiniert. Das gleiche gilt für seine Zeitung The Point, eine der wenigen unabhängigen Stimmen in dem von einer Militärjunta regierten Gambia. Pap Saine braucht dringend einen Herzschrittmacher (was in Dakhar ca. 2.000 €, in Europa an die 10.000 € kosten würde); noch dringlicher wäre im Augenblick aber wohl das Geld für eine neuerliche Kaution, damit er aus der Haft freikommt, sowie für den Rechtsanwalt, ohne den er vor Gericht keine Chance hätte.

Der Vorstand hat beschlossen, Pap Saine umgehend mit einem Betrag von 500 € aus unserem Nottopf zu unterstützen. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein, doch viele Tropfen können den Stein vielleicht ein wenig kühlen. Darum bitten wir Sie um Spenden auf das von unserer Geschäftsstelle eigens eingerichtete Konto

BLZ 508 501 50 (Sparkasse Darmstadt)
Konto 730114
Kontoinhaber: P.E.N.-Zentrum Deutschland
Kennwort: „Hilfe für Pap Saine“

Für Spenden aus dem Ausland:

IBAN: DE03 5085 0150 0000 7301 14
BIC: HELADEF1DAS

Mehr Informationen über Pap Saine finden Sie unter

http://www.palm-stiftung.de/cms/front_content.php?idart=148

und

http://www.ifex.org/the_gambia/2009/02/11/journalist_pap_saine_re_arrested/

Nachtrag

Die Spendenaktionaktion war erfolgreich, PapSaine wurde inzwischen gegen Kaution aus der Haft entlassen, er konnte in London operiert werden und sein Zustand hat sich seitdem wieder gebessert. Am 10.11.09 konnten wir uns über folgende E-Mail von ihm freuen:

Liebe Kollegen,

mit dieser Mail möchte ich Dank sagen für Ihre finanzielle und moralische Unterstützung in der Zeit meiner Krankheit. Sie haben damit den Erfolg der Operation wie auch der weiteren Behandlung erheblich gefördert. Inzwischen geht es mir viel besser, ich habe mich gut erholt und fühle mich wieder wohl. Diese Veränderung zum Guten wäre ohne Ihre Geste der Freundschaft und Ihr Eingreifen nicht möglich gewesen. Ich wünsche Ihnen und allen anderen freundlichen Kollegen, zum Beispiel von Reuters, Reporter ohne Grenzen, der International Federationof Journalists, dem Committeeto ProtectJournalists, dem Internationalen PEN und dem Deutschen P.E.N.-Zentrumdas Beste. Ihre gemeinsame Aktion erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Zugleich möchte ich meiner Hoffnung Ausdruck verleihen, dass Sie die Ziele und Anliegen, für die Sie sich engagieren, erreichen mögen und wir alle in Zukunft mehr Erfolg mit unserer Arbeit haben werden. Meine Freude und mein Staunen über die großartige Unterstützung, die Sie mir gewährt haben, istso groß, dass es mir schwer fällt, meine Gefühle in Worte zu fassen. Bitte, nehmen Sie dies als Ausdruck meiner Dankbarkeit.

PapSaine