Zhou Qing, 1965 geboren in Xian, Provinz Shanxi, China, ist Schriftsteller und
Gelehrter für Oral History. Er wurde 1989 wegen Beteiligung an der Demokratiebewegung
zu zwei Jahren Gefängnisstrafe verurteilt, die wegen seiner Geständnisverweigerung
und Fluchtversuchen um weitere acht Monate verlängert wurde. Nach seiner
Freilassung befasste er sich mit sozialen Brennpunkten in China wie etwa
"Krisen des Gesundheitswesens"; "Exil im Heimatland"; "Interviewanthologie
mit Drogenabhängigen"; "Wovon soll sich unser Volk in Zukunft ernähren –
Skandale um Lebensmittel" (hierfür erhielt er den Lettre Ulysses Award for
the Art of Reportage 2006); "Privates Verlegertum im hoffnungslosen Kampf
gegen Staatsherrschaft der Propagandaabteilung der KP-Führung" sowie mit
deutschen Erfahrungen der Teilung und Vereinigung ("Gespräche mit dem Ex-DDR-Verteidigungsminister
- die Berliner Mauer, Zeichen der Schwächen der DDR".
Zhou Qing ist seit September 2009 im Writers in Exile Programm.