Spenden Sie für verfolgte und inhaftierte Autoren!

Weltweit nehmen die Repressalien gegen Autoren zu, die ihre Meinung frei äußern. Die Statistik und die Beschreibung jedes einzelnen Schicksals erstellt der Internationale PEN in seiner halbjährlichen sogenannten Caselist. Das ernüchternde Ergebnis, werden die letzten Jahre miteinander verglichen, ist die anhaltend hohe Zahl bedrohter Schriftsteller. Der Internationale PEN startet neben Einzelkampagnen, den rapid actions, monatliche Kampagnen, in denen je ein Schwerpunkt (z.B. Kuba, Iran) gesetzt wird. Ziel der Kampagnen ist es, verstärkt öffentliches Interesse zu wecken, unsere Proteste auf eine breitere Basis zu stellen und damit die jeweilige Regierung aufzufordern, den Gefangenen freizulassen oder zumindest die Folter einzustellen sowie bessere Haftbedingungen und medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Das Schicksal der bedrohten und verfolgten Autoren hängt vom Engagement jedes einzelnen Zentrums ab. Das P.E.N.-Zentrum Deutschland bündelt seine Aktivitäten und setzt sich vor allem für Fälle im Nahen Osten, in Europa und Afrika ein. Appelle an die Regierungsoberhäupter allein sind häufig zu wenig, materielle Hilfe oft notwendig. Ein Beispiel: Der russische Journalist Grigorij Pasko wurde laut Anklage inhaftiert wegen "Spionage für Japan und Besitz von Regierungsgeheimnissen" - er hatte unter anderem über die Hintergründe der Kursk-Tragödie berichtet. Mit vier Jahren Haft in einem Arbeitslager bestätigte das oberste Militärgericht in Moskau das Urteil. Nicht zuletzt aufgrund unserer finanziellen Hilfe, mit der die unmenschlichen Verhältnisse des Arbeitslagers vor Ort in Augenschein genommen und mit dem Gefangenen Pasko persönlicher Kontakt hergestellt werden konnte, kam Grigorij Pasko vor wenigen Monaten frei.

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