Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des P.E.N.!
Anfang 2008 hat mich das Präsidium des P.E.N. gebeten, die Koordinierung des P.E.N.-Freundes- und Förderkreises zu übernehmen. Dieser Aufgabe komme ich gern nach, verschafft mir dieser Auftrag doch die Chance, auch meine Stimme verstärkt für die Freiheit des Wortes und das friedliche Zusammenleben aller Völker und Kulturen zu erheben. Durch mein langjähriges gesellschaftspolitisches und kulturelles Engagement habe ich immer wieder erfahren, dass Idealismus allein nicht ausreicht. Unabdingbare Vorraussetzung sind ausreichende finanzielle Mittel. Deshalb werde ich versuchen, den Freundeskreis zu einem wirkungsvollen Unterstützerkreis auszubauen, der das Ziel verfolgt, die finanzielle Unabhängigkeit des P.E.N. auf Dauer zu gewährleisten.
Um die Lebendigkeit des Freundeskreises zu erhalten und um ausreichend viele Mitglieder zu gewinnen, habe ich die Absicht, regionale Freundeskreise ins Leben zu rufen, die u.a. auch eigene Veranstaltungen organisieren können. Im Großraum München ist z.B. für den Herbst eine Veranstaltungsreihe „Lesen für den PEN“ geplant. Ich bin überzeugt, dass wir dabei mit einem Minimum an Formalien auskommen und unsere Arbeit lebendig und attraktiv für alle Mitglieder gestalten können.
Wir wenden uns sowohl an engagierte Privatpersonen als auch an Institutionen, Bibliotheken, Verbände, Organisationen, Städte und Gemeinden. Sie alle bitte ich, den P.E.N. als Anwalt der Meinungsfreiheit nach ihren Möglichkeiten zu unterstützen. Der Jahresbeitrag beträgt mindestens 100 € für Einzelpersonen, für Institutionen und Verbände ist ein Mindestbeitrag von 300 € vorgesehen. Das Geld wird 1:1 an den P.E.N. weitergereicht. Selbstverständlich erhalten Sie umgehend eine steuerwirksame Spendenquittung. Mitglied werden können Sie über das Internet oder fordern Sie schriftlich Beitrittsformulare an.
Sehr herzlich
Ihr
Jürgen Heckel
Koordinator des Freundes- und Förderkreises
www.juergenheckel.de
Seit langem existiert ein Freundeskreis des P.E.N., in dem sich Persönlichkeiten und Organisationen aus Kultur, Politik und Wirtschaft zusammengefunden haben, die die Idee des Internationalen P.E.N. und das deutsche Zentrum fördern und besonders die Arbeit für inhaftierte und bedrohte Schriftsteller in aller Welt unterstützen wollen. Der P.E.N. ist auf solche Mithilfe dringend angewiesen. Es bedarf keiner näheren Erläuterungen, dass alles, was der P.E.N. im Rahmen seiner Writers-in-Prison-Arbeit unternimmt, beachtliche finanzielle Mittel erfordert. Und doch bleibt, was an Hilfe und Unterstützung unternommen wird, stets hinter dem zurück, was getan werden müsste.
Jede(r) hat die Möglichkeit, dem Freundes- und Förderkreis beizutreten und durch seinen Beitrag bei der Erfüllung der zahlreichen Aufgaben und Unternehmungen des P.E.N. mitzuhelfen: bei der Hilfe für verfolgte Autorinnen und Autoren, aber auch bei den verschiedenen kulturpolitischen Initiativen und den zahlreichen Aktivitäten zur Förderung der gesellschaftlichen Bedeutung der Literatur.
Die Mitglieder des Freundeskreises unterschreiben ebenfalls die Charta des P.E.N. und erwerben damit – mit Ausnahme des Stimm- und Wahlrechts auf den Jahresversammlungen – alle Rechte eines P.E.N.-Mitglieds.
Sie erhalten den Rundbrief, der mindestens dreimal im Jahr vom Generalsekretär verschickt wird und haben die Möglichkeit, an den Jahrestagungen und anderen Veranstaltungen des P.E.N.- Zentrums Deutschland teilzunehmen.
Die Spenden der Mitglieder des Freundeskreises, die mindestens 100 € pro Jahr betragen sollen, dienen ausschließlich den die Gemeinnützigkeit des P.E.N. begründenden Zwecken. Die Geschäftsstelle des P.E.N. stellt dafür eine Bescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt aus. Die Mitgliedschaft kann jeweils zum Jahresende widerrufen werden.
Ein neuer Internetauftritt des Freundeskreises ist in Vorbereitung.
Manchmal, selten genug, erreicht der P.E.N., dass ein Verfolgter freigelassen und in die Bundesrepublik abgeschoben wird. Faraj Sarkohi aus dem Iran z.B. Noch unter dem Schah-Regime zu fünfzehn Jahren Gefängnis verurteilt, weil er Kritik an den Zuständen in seinem Heimatland äußerte, während der Revolution von 1979 aus dem Gefängnis entlassen, gründet das Kulturmagazin Adineh, wird einer der bekanntesten Schriftsteller und Intellektuellen seines Landes, in den neunziger Jahren gerät er mit dem Mullah-Regime in Konflikt, weil er gegen die Zensur protestiert. Es folgen Gefängnis und Folter, in einem Geheimverfahren wird er zum Tode verurteilt. Und dann kommt er aufgrund einer weltweiten Kampagne des P.E.N. und anderer Menschenrechtsorganisationen und mit diskreter Hilfe der deutschen Diplomatie frei und darf in die Bundesrepublik ausreisen. Inzwischen hat er das Exil-Programm des PEN schon wieder verlassen und hat eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland erhalten. Aber dem PEN ist er weiter verbunden, er berät das Präsidium in Menschenrechtsfragen und engagiert sich in der Writers-in-Prison-Arbeit.