Pressemitteilung zum 19.01.2006 – Lesung: Von der Gefährlichkeit der Wahrheit

Das Writers-for-Peace-Komitee des PEN-Zentrums Deutschland, in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt und der Stadtbücherei Weimar, lädt ein zu einer Lesung unter dem Thema

VON DER GEFÄHRLICHKEIT DER WAHRHEIT
mit Matthias Biskupek, Gisela Kraft
und Rhodah Mashavave aus Simbabwe
am Donnerstag, 19. Januar 2006, 19.30 Uhr
in der Stadtbücherei Weimar, Steubenstraße 1
(Eintritt frei)

Nachdem das PEN-Zentrum Deutschland in den vergangenen Jahren bereits Veranstaltungen zu Tschetschenien, Irak und Kolumbien initiiert hatte, soll diesmal das afrikanische Land Simbabwe im Mittelpunkt stehen, vertreten durch die junge Journalistin Rhodah Mashavave, die sich derzeit als Stipendiatin des PEN und der Stadt Darmstadt in Deutschland aufhält.

Rhodah Mashavave, geboren 1979 in Kingswood/Simbabwe, wurde als Reporterin der inzwischen verbotenen Zeitung Daily News erstmals 2002 inhaftiert und erneut polizeilich verfolgt, als sie an einer Demonstration gegen die Mediengesetze der Regierung teilnahm. 2003 schloss sie sich der Oppositionspartei Movement for Democratic Chance (MDC) an und war dort in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Während einer Demonstration ein weiteres Mal für mehrere Tage inhaftiert und in der Haft mißhandelt, hatte sie anschließend unter ständigen Belästigungen und Bedrohungen zu leiden. Es gelang ihr, mit einem Besuchervisum zunächst zu Verwandten nach London zu fliehen.

Rhodah Mashavave schreibt in englisch, ihre Muttersprache ist Shona. Das Elsbeth-Wolffheim-Literaturstipendium für verfolgte Autoren, ausgereicht vom PEN-Zentrum Deutschland und der Stadt Darmstadt, ermöglicht ihr, ein Jahr lang an ihrem Buchprojekt über die politische Situation Simbabwes zu arbeiten.

Gisela Kraft
Delegierte im Writers-for-Peace-Komitee des Internationalen PEN
Weimar, im Januar 2006

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