PEN-Resolution zur Verhaftung von San Suu Kyi

Die Mitgliederversammlung des PEN-Zentrums Deutschland hat soeben auf seiner Jahrestagung in Görlitz folgende Resolution verabschiedet:
Die birmanische Oppositionspolitikerin San Suu Kyi wurde unter fadenscheinigem Vorwand verhaftet und in das berüchtigte Gefängnis von Rangun eingeliefert – 13 Tage vor Ablauf eines langjährigen widerrechtlich verfügten Hausarrests.
San Suu Kyi, wegen ihres mutigen gewaltlosen Protestes gegen das Militärregime im Land mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet, wurde Symbol für den Widerstand gegen menschenverachtende Regime in aller Welt.
Auf der Jahrestagung in Görlitz appelliert der PEN an die Machthaber in Birma, in dieser Geschichte unerbittlicher Grausamkeit einen Schlusspunkt zu setzen, Frau San Suu Kyi in die Freiheit zu entlassen und ihr wie allen anderen Politikern der Opposition alle politischen Rechte zurückzugeben.
Der deutsche PEN, der Frau San Suu Khyi zu seinem Ehrenmitglied ernannt hat, fordert die Regierung von Birma auf, die Grundsätze der Un-Charta für Menschenrechte zu respektieren.

Für das PEN-Zentrum Deutschland
Dirk Sager
Vizepräsident und Writers in Prison Beauftragter

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