25. Juli: Globaler Aktionstag für den Iran

Aufruf des deutschen PEN zur Beteiligung an einer Demonstration gegen das Unrechtsregime im Iran

Wir wollen nicht schweigende Zeugen sein, wenn im Iran um des zynischen Machterhalts willen Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Friedliche Demonstranten wurden niedergeknüppelt und zu Tausenden verhaftet. Noch unvollständige Listen führen über fünfzig Todesopfer auf: einfache Bürger, Studenten, Dozenten und Journalistinnen und Journalisten.
Die deutschen Sektionen von Amnesty International, Reporter ohne Grenzen und der internationalen Schriftstellervereinigung PEN rufen auf zu einer Demonstration des Protestes und der Solidarität. Veranstaltungsort ist am kommenden Sonnabend um 13.00 Uhr der Potsdamer Platz im Zentrum Berlins.
Zu den Rednern gehören die Künstlerin Parastou Forouhar, deren Eltern in Teheran ermordet wurden, weil sie führende Oppositionelle waren, und Sahand Zamani, Angehöriger eines neunzehnjährigen Studenten, der auf einer friedlichen Demonstration erschossen wurde. Für den PEN spricht der Schriftsteller Peter Schneider, Vertreter einer Generation, die den 2. Juni 1967 in Berlin erlebte, als die Demonstration gegen ein Unrechtsregime im Iran auch von deutscher Staatsgewalt niedergeschlagen und der Student Benno Ohnesorg ermordet wurde.
Auf ihrer Demonstration in Berlin fordern die Organisatoren die Einhaltung der Menschenrechte im Iran, die bedingungslose Freilassung aller politischen Gefangenen, die Gewährleistung von Versammlungs-, Meinungs- und Pressefreiheit im Iran und ein Ende der staatlich unterstützten Gewalt. Die Verantwortlichen für die Verbrechen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

Für das PEN-Zentrum Deutschland
Dirk Sager
Vizepräsident

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