Liu Xiaobo erhält den Hermann-Kesten-Preis 2010

Liu Xiaobo, der in der VR China wegen angeblicher „Untergrabung der Staatsgewalt“ zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilte Schriftsteller und Bürgerrechtler, erhält den Hermann-Kesten-Preis 2010.

Der Preis des PEN-Zentrums Deutschland soll am 11. November im Staatstheater Darmstadt an eine Person seines Vertrauens überreicht werden. Damit wird der Dichter, der Literaturwissenschaftler und Mitinitiator der „Charta 08“ für seine Verdienste um die Freiheit der Kunst und um die Menschenrechte geehrt. Die Laudatio wird der Schriftsteller und Sinologe Tilman Spengler halten. Dotiert ist der Preis mit 10.000 Euro, die in diesem Jahr je zur Hälfte vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und einer Darmstädter Bürgerin gestiftet werden.

Liu Xiaobo, der ehemalige Präsident des unabhängigen chinesischen PEN, ist auch für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden.

Für das PEN-Zentrum Deutschland
Herbert Wiesner
Generalsekretär

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