PEN – die internationale Schriftstellervereinigung, ihre deutsche Geschichte, ihre Aufgaben

Sehr geehrte Damen und Herren, das PEN-Zentrum Deutschland und die in ihm versammelten Schriftsteller, Übersetzer und Journalisten bitten um Ihre Aufmerksamkeit für die Ausstellung:

„PEN – die internationale Schriftstellervereinigung, ihre deutsche Geschichte, ihre Aufgaben“

Eröffnung: Dienstag, 6. September 2011, 17 Uhr, im Foyer der Heinrich Böll-Stiftung, Berlin, Schumannstr. 8, gegenüber dem Deutschen Theater

Zur Begrüßung sprechen Ralf Fücks (Heinrich Böll-Stiftung), Johano Strasser (PEN) und ein(e) Vertreter(in) des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien.

Wilfried F. Schoeller, Literaturkritiker, Autor u. a. der in Kürze erscheinenden Alfred Döblin-Biographie, redet zum Thema „Geschichte und gegenwärtige Aufgaben des PEN“

Liao Yiwu, der Autor des gerade erschienenen und vielfach beachteten Zeugenberichts aus chinesischen Gefängnissen, erzählt von seinen neuen Erfahrungen mit dem Exil.
Im Gespräch mit ihm: Tienchi Martin-Liao, die Präsidentin des Unabhängigen Chinesischen PEN-Zentrums.

Wir laden unsere Gäste zu einem kleinen Empfang in den Räumen der Heinrich Böll-Stiftung ein.

Der deutsche PEN begreift sich als Teil der weltweit – im Sinne seiner den Menschenrechten verpflichteten Charta – agierenden Schriftstellervereinigung.
In der von Sven Hanuschek (Ludwig-Maximilians-Universität München) kuratierten und von Reschke, Steffens & Kruse, Berlin/Köln gestalteten Wanderausstellung wirft der PEN einen Blick zurück auf seine Auflösung um 1933, auf seine Exil-Zeit, die Neugründung um 1948, die Trennung in Ost und West und die aus guten Gründen erst 1998 vollzogene, jedoch sorgfältig vorbereitete Verschmelzung der beiden PEN-Zentren. Die Ausstellung und eine sie begleitende umfangreiche Broschüre zeigen erstmals wichtige neue Fakten vor allem zu einer differenzierten Sicht auf den ostdeutschen PEN.
Der deutsche PEN versteht seine schwierige politische Geschichte als die verpflichtende Begründung seiner heutigen Aufgaben: Tätige und hilfsbereite Sorge um verfolgte und in ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung beschnittene Schriftsteller und Journalisten in aller Welt (Writers-in-Prison-Programm).
Diese Tätigkeit verweist unmittelbar auf das zweite Standbein des PEN, sein mit Unterstützung der Bundesregierung (vertreten durch den Staatsminister für Kultur und Medien) unterhaltenes Stipendienprogramm, das verfolgten Schriftstellern und Journalisten für ein Jahr, auch bis zu drei Jahren, ein gesichertes Leben und Arbeiten in Deutschland ermöglichen soll (Writers-in-Exile-Programm). Der jährlich am Writers-in-Prison-Day vergebene Hermann Kesten-Preis ist ein Preis aus dem Geist der Menschenrechte, wie sie die Charta des PEN weltweit vertritt.

Die Ausstellung wird erstmals in Berlin in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung in der Zeit vom 7.- 30. September, Montag bis Freitag von 8 – 20 Uhr gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Wir würden uns freuen, Sie zur Eröffnung am 6. September begrüßen zu dürfen. Wir sind gespannt auf Ihren Bericht. Eine Vorbesichtigung der Ausstellung durch Journalisten ist am Tag der Eröffnung ab 16 Uhr möglich.

Für das PEN-Zentrum Deutschland
Herbert Wiesner
Generalsekretär

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