Eröffnung der Ausstellung „PEN – die internationale Schriftstellervereinigung, ihre deutsche Geschichte, ihre Aufgaben“

31.10.2011, Staatstheater Darmstadt, Foyer Großes Haus, 18 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen in den Medien,

das PEN-Zentrum Deutschland möchte die zuvor in Berlin gezeigte neue Dauerausstellung über seine Geschichte und seine gegenwärtige Tätigkeit nun auch in Darmstadt, am Heimatort seiner Geschäftsstelle, präsentieren und Ihrer Aufmerksamkeit empfehlen.
Programm:

Zur Begrüßung sprechen John Dew, der Intendant des Staatstheaters Darmstadt, Johano Strasser, Schriftsteller und Präsident des deutschen PEN-Zentrums, sowie Iris Bachmann, Stadträtin der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Über Unterdrückung, Freiheitskampf und die (Ohn)Macht der Medien. Ein Gespräch zwischen Sanath Balasooriya (Sri Lanka), dem Elsbeth Wolffheim-Stipendiaten der Stadt Darmstadt, und Dirk Sager, Vizepräsident und „Writers in Prison“-Beauftragter des PEN

Einführung in die Ausstellung: Herbert Wiesner, Literaturkritiker und Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland

Wir laden unsere Gäste anschließend zu einem kleinen Stehempfang in das Foyer des Großen Hauses ein.

In der von Sven Hanuschek (Ludwig-Maximilians-Universität München) kuratierten und von Reschke, Steffens & Kruse, Berlin/Köln, gestalteten Wanderausstellung wirft der deutsche PEN einen Blick zurück auf seine beschämende Selbstauslöschung um 1933 in Deutschland, auf das Exil der emigrierten und aus Deutschland vertriebenen Autoren, die Neugründung um 1948, die Trennung in Ost und West und die aus guten Gründen erst 1998 vollzogene Verschmelzung der beiden deutschen PEN-Zentren. Die Ausstellung und ein sie begleitender Katalog zeigen erstmals wichtige neue Fakten vor allem zu einer differenzierteren Sicht auf den ostdeutschen PEN

Der deutsche PEN versteht seine schwierige politische Geschichte als verpflichtende Begründung seiner heutigen Aufgaben: Tätige und hilfsbereite Sorge um verfolgte und in ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung beschnittene Schriftsteller und Journalisten in aller Welt („Writers in Prison“-Programm). Dies verweist unmittelbar auf das zweite Standbein des PEN: Sein mit Unterstützung der Bundesregierung (vertreten durch den Staatsminister für Kultur und Medien) unterhaltenes Stipendienprogramm, das verfolgten Schriftstellerinnen und Journalisten für ein Jahr, auch bis zu drei Jahren, ein gesichertes Leben und Schreiben in Deutschland ermöglichen soll („Writers in Exile“-Programm). Der jährlich am „Writers in Prison-Day“ in Darmstadt vergebene Hermann Kesten-Preis (am 15. November 2011 erhält ihn der ägyptische Verleger Mohamed Hashem) ist ein Preis aus dem Geist der Menschenrechte. Der deutsche PEN versteht sich als Teil der weltweit – im Sinne seiner den Menschenrechten verpflichteten Charta – agierenden internationalen Schriftstellervereinigung PEN.

Wir würden uns freuen, Sie zur Ausstellungseröffnung in Darmstadt am 31.10.2011 um 18 Uhr begrüßen zu dürfen.

Wir sind gespannt auf Ihre Berichte. Eine Vorbesichtigung der Ausstellung ist am Eröffnungstag ab 16.30 Uhr möglich.

Für das PEN-Zentrum Deutschland
Herbert Wiesner
Generalsekretär

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.