PEN-Zentren verurteilen Helmut Schmidts Verständnis für chinesische Verbrechen

Der Unabhängige Chinesische PEN (ICPC) und das PEN-Zentrum Deutschland verwahren sich gegen die verharmlosenden und verfälschenden Bemerkungen zur chinesischen Geschichte, die der ZEIT-Herausgeber Helmut Schmidt im Gespräch mit dem Chefredakteur dieser Wochenzeitung, Giovanni di Lorenzo, in der online-Ausgabe vom 13.9.2012 geäußert hat:

Mao Ze Dong trage keine Verantwortung für die unzähligen Todesopfer, die der „Große Sprung nach vorn“ und die folgenden Hungerjahre gekostet haben, und die Toten des Tian’anmen-Massakers vom Juni 1989 seien selbst schuld an diesem Blutbad, da sich das Militär ihrer habe erwehren müssen.

Im Übrigen, so sagte der ehemalige deutsche Bundeskanzler, habe man sich in chinesische Angelegenheiten nicht einzumischen. Dies mag den Ansichten der chinesischen Führung entsprechen.

Der deutsche PEN, der Unabhängige Chinesische PEN sowie Teilnehmer des Internationalen PEN-Kongresses in Gyeongju/Südkorea sind entsetzt über Geschichtsfälschungen dieser Art und verurteilen sie auf das Schärfste.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Tienchi Martin-Liao
Präsidentin ICPC

Herbert Wiesner
Generalsekretär PEN-Zentrum Deutschland

PEN Centres denounce Helmut Schmidt’s Defence of CCP’s Crime (Word-Dokument)

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