Somalia: Journalist willkürlich verhaftet und wegen eines unveröffentlichten Berichts über eine Vergewaltigung angeklagt

RAN 06/13 – 30. Januar 2013 

Somalia: Journalist willkürlich verhaftet und wegen eines unveröffentlichten Berichts über eine Vergewaltigung angeklagt

Das Writers in Prison Committee des internationalen PEN protestiert gegen die Anklage, die gegen den freischaffenden Journalisten Abdiaziz Abdnur Ibrahim wegen eines unveröffentlichten Interviews mit einem angeblichen Vergewaltigungsopfer erhoben wurde. Ibrahim, der seit dem 10. Januar 2013 gefangen gehalten wird, wurde am 29. Januar 2013 der Beleidigung einer nationalen Institution angeklagt, weil er einen Medienbericht veröffentlicht und Bestechungsgeld gezahlt haben soll, um eine falsche Story zu kreieren. Die Anklagen stehen in Verbindung mit einem Interview, das Ibrahim am 6. Januar 2013 mit einer heimatvertriebenen Frau geführt hat, die behauptete, von staatlichen Sicherheitsbehörden vergewaltigt worden zu sein. Obwohl die Informationen, die Ibrahim in dem Interview erhielt, von ihm nirgendwo veröffentlicht wurden, geht die somalische Polizei davon aus, dass Ibrahim verantwortlich ist für die Veröffentlichung einer ähnlichen Story von Al Jazeera English. Ibrahim berichtete für diverse lokale und internationale Nachrichtenkanäle wie zum Beispiel die Badri Media Productions oder den Daily Telegraph. Der PEN ruft die somalischen Behörden dazu auf, die Anklagen gegen Ibrahim fallenzulassen und ihn unverzüglich und bedingungslos freizulassen.

Weitere Informationen:

Den gesamten Fall finden Sie in englischer Sprache auf der Website des internationalen PEN

Um den entsprechenden Aufruf von Amnesty International zu lesen, klicken Sie ‚.((strlen(‚http://www.amnesty.org/en/library/info/AFR52/002/2013/en‘)>40) ? substr(‚http://www.amnesty.org/en/library/info/AFR52/002/2013/en‘,0,40).’…‘ : ‚http://www.amnesty.org/en/library/info/AFR52/002/2013/en‘).‘‚“>hier

Bitte senden Sie Protestbriefe, in denen Sie…

  • die Behörden in Somalia dazu aufrufen, alle Anklagepunkte gegen Ibrahim Abdiaziz Abdnur und andere mit dem Fall in Verbindung stehende Personen fallenzulassen. Fordern Sie ihre unverzügliche und bedingungslose Freilassung
  • fordern Sie sie Behörden dazu auf, Ibrahim Abdiaziz Abdnur und anderen mit dem Fall in Verbindung stehenden Personen bis zu ihrer Freilassung Zugang zu Anwälten, Ärzten und Familienmitgliedern zu gewähren.

Bitte senden Sie Protestbriefe bis zum 12. März an:

S.E. den Botschafter von Somalia
Herrn Mohamud Mohamed Tifow
Botschaft der Republik Somalia
Postfach 100374
10563 Berlin