Deutscher PEN befürwortet Asyl für Edward Snowden

Pressemitteilung, Darmstadt 2. Juli 2013

Edward Snowden hat in Deutschland um Asyl angesucht. Er gehört zu der wachsenden Zahl von Demokraten, die durch „Geheimnisverrat“ illegale Machenschaften von staatlichen Institutionen, insbesondere von Geheimdiensten, an die Öffentlichkeit bringen und dafür kriminalisiert werden. Snowdens Aktionen dienen der Freiheit der Information und des Wortes, der sich auch der PEN International verpflichtet fühlt. Was von jenen, die diese Freiheit zu fürchten haben, als „Verbrechen“ verfolgt wird, ist in Wahrheit ein Dienst an der Gemeinschaft demokratischer Staaten. Das PEN-Zentrum Deutschland erwartet von der deutschen Bundesregierung und den zuständigen Stellen, dass sie Edward Snowden Asyl gewähren und dadurch jene Werte verteidigen, die auch die Werte der deutschen Verfassung sind.

Für das PEN-Zentrum Deutschland
Josef Haslinger
Präsident

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists.
Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

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