Offener Brief des deutschen PEN an Bundeskanzlerin Angela Merkel zum G20-Gipfel

Pressemitteilung, Darmstadt 28. August 2013

Vom 5.-6. September findet in St. Petersburg der G20-Gipfel statt – Anlass für das PEN-Zentrum Deutschland, Bundeskanzlerin Angela Merkel zu bitten, sich bei dieser Gelegenheit bei Präsident Putin für die Freilassung der beiden inhaftierten Mitglieder der Band Pussy Riot, Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina, einzusetzen und die Aufhebung dreier kürzlich verabschiedeter Gesetze zu fordern, die das Recht auf freie Meinungsäußerung drastisch beschränken, i. e. die Wiedereinführung des Straftatbestandes der „Verleumdung“, die Strafverfolgung der „Beleidigung religiöser Gefühle“ sowie das Gesetz gegen „homosexuelle Propaganda“.

Die Russische Föderation muss dringend zur Einhaltung der Verpflichtungen aufgefordert werden, die sich aus dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ergeben: nämlich das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung zu respektieren!

Den Offenen Brief des PEN-Zentrums Deutschland an die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland in seiner Originalfassung finden Sie hier.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Regula Venske
Generalsekretärin

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists.
Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

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