Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN für Index on Censorship

Pressemitteilung, Darmstadt, den 6.11.2013

Der Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums geht 2013 an die Organisation „Index on Censorship“. Die in London ansässige Organisation, deren Publikationen ursprünglich vor allem als Forum für unterdrückte Texte von Dissidenten aus dem damaligen Ostblock dienten, tritt seit über vierzig Jahren im Sinne der PEN-Charta konsequent für die Freiheit des Wortes ein und prangert Verstöße gegen die Meinungsfreiheit in den postsowjetischen Staaten oder in China ebenso an wie Zensurmaßnahmen rechter Diktaturen oder fundamentalistischer Regime.

Der mit 10.000 Euro dotierte Hermann Kesten-Preis wird zu gleichen Teilen vom deutschen PEN und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gestiftet.
Er wird am 14. November 2013 um 19 Uhr in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt von PEN-Präsident Josef Haslinger überreicht und seitens Index on
Censorship von den Journalistinnen Rachael Jolley und Natasha Schmidt entgegengenommen. Die Laudatio hält die Hermann Kesten-Preisträgerin des Vorjahres Irina Khalip, die den Preis 2012 nicht persönlich entgegennehmen konnte, da sie wegen ihrer kritischen Berichterstattung in Weißrussland unter Hausarrest stand. Auch sie steht für Interviews zur Verfügung.
Der Eintritt ist frei.

Am 15. November, dem »Tag der inhaftierten und verfolgten Autoren«, wird der diesjährige Kesten-Preisträger auch dem Leipziger Publikum vorgestellt; in Kooperation mit MDR Figaro, den Leipziger Städtischen Bibliotheken und dem Verein zur Förderung der Leipziger Städtischen Bibliotheken e.V. lädt das PEN-Zentrum Deutschland dann zu einer Veranstaltung mit Rachael Jolley / Index on Censorship, der tunesischen Autorin Najet Adouani u. a. in die Stadtbibliothek Leipzig ein.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Regula Venske
Generalsekretärin

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists. Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

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