PEN-Zentrum Deutschland erweitert Writers in Exile-Stipendiatenprogramm mit einer Festveranstaltung im Münchner Literaturhaus

Pressemitteilung, Darmstadt, 26.11.2013

„Ist das der blaue Himmel, den ich kannte?“ Unter dem Motto aus einem Gedicht von Khalil Rostamkhani lädt der deutsche PEN am 2.12.2013 ins Münchner Literaturhaus ein. Der feierliche Anlass ist die Einrichtung eines zweiten Stipendiatenplatzes in München, und damit konnte die Zahl auf insgesamt 8 Plätze erhöht werden.

PEN-Präsident Josef Haslinger und die Writers in Exile-Beauftragte des PEN, Franziska Sperr, werden drei aktuelle Stipendiaten vorstellen: Ana Lilia Pérez aus Mexiko, Amer Matar aus Syrien und Qassim Haddad aus Bahrain. Gert Heidenreich, Schriftsteller und ehemaliger PEN-Präsident, wird die übersetzten Texte lesen.

Anschließend diskutieren auf dem Podium der Präsident des Goethe-Instituts,
Prof. Dr. Klaus Dieter Lehmann, der Kulturreferent der Landeshauptstadt München,
Dr. Hans-Georg Küppers, und Josef Haslinger über Fragen zur ausländischen Kulturpolitik und den Menschenrechten.

In den Jahren der NS-Herrschaft waren tausende Schriftsteller und Intellektuelle gezwungen Deutschland zu verlassen und ins Exil zu gehen. Das damals begangene Unrecht der Deutschen ist heute einer der Gründe dafür, dass sich der deutsche PEN in ganz besonderem Maße für verfolgte Schriftsteller, Journalisten und Verleger einsetzt, um drangsalierten, inhaftierten, gefolterten und mit dem Tod bedrohten Kollegen zu helfen und sie nach Möglichkeit dem Zugriff ihrer Peiniger zu entziehen.

Seit 1999 führt das deutsche PEN-Zentrum, finanziert durch die Bundesregierung, sein Exilprogramm „Writers in Exile“ durch. In dieser Zeit konnte der PEN in 7 Städten fast 40 Stipendiaten aus 20 Ländern aufnehmen. Sie werden mit einem Stipendium ausgestattet und von Mitgliedern des PEN und des PEN-Freundeskreises betreut, damit sie wenigstens ein bisschen zur Ruhe kommen und sich wieder dem Schreiben widmen können.

Literaturhaus München
Montag, 2.12.2013, um 19.30 Uhr im Saal

Für das PEN-Zentrum Deutschland
Franziska Sperr
Writers in Exile-Beauftragte

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists. Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.