Vom Mut vor Königsthronen bis zum Mediensterben

Pressemitteilung, Darmstadt, 8. Mai 2014 

„Brich nur die Dielen auf, wenn es um dich stinkt“. Unter diesem Motto des Dichters Mörike steht die Mitgliederversammlung 2014 des PEN-Zentrums Deutschland. Sie beginnt am Donnerstag, den 15. Mai, in Schwäbisch Hall.
Die Schriftstellervereinigung ist in den letzten Jahren vor allem durch ihr Writers-in-Exile-Programm hervorgetreten: Verfolgte Autoren aus aller Welt erhalten in verschiedenen deutschen Städten Stipendium und Wohnung, finanziert auch durch Bundesmittel. Die öffentliche Auftakt-Veranstaltung, mit der zugleich der Literatursommer Baden-Württembergs eingeläutet wird, heißt denn auch „Mut vor Königsthronen“. Sie erinnert zum einen an Christian F. D. Schubart, den schwäbischen sozialkritischen Dichter des 18. Jahrhunderts, stellt zum andern die heute in Mexiko wegen ihrer Recherchen zur Drogenmafia verfolgte Journalistin Ana Lilia Pérez vor.

Am Freitagnachmittag gibt Roger Willemsen einen polemischen Diskussions-Auftakt: „Von der Vielfalt zur Einfalt? – Über Veränderungen in der Medienlandschaft“. Ein Thema, das Autoren nicht gleichgültig lässt. In einer Lesenacht heißt es „Willkommen im Club“; ein Dutzend neu gewählter Mitglieder stellt sich vor. Im Literaturleben sind das allerdings keine Neulinge, gehören dazu doch Gunnar Decker, Tanja Dückers, Annette Seemann und Feridun Zaimoglu.

Auch die für ein Vereinsleben nötigen Berichte, Abstimmungen und Entlastungen sind öffentlich; es wird auch Aktuelles verhandelt werden, polemische Auseinandersetzungen sind üblich im Club.

Die Abschlussveranstaltung am Sonntagvormittag gehört den Kindern, denn „Für Kinder ist das Beste gerade gut genug“ (Goethe). Dazu werden Paul Maar, Antonia Michaelis, Mirjam Pressler und Andreas Steinhöfel erwartet.

Das gesamte Programm mit genauen Zeiten, Orten und Unterstützern finden Sie hier.

Für das PEN-Zentrum Deutschland,

Matthias Biskupek
Schatzmeister

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists. Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.