PEN-Zentrum Deutschland teilt Grass-Protest

Pressemitteilung, Darmstadt, 30. Juni 2014

Das PEN-Zentrum Deutschland unterstützt den Protest seines Ehrenpräsidenten Günter Grass, der die Nicht-Beantwortung des Schriftstellerprotests gegen die NSA-Überwachungspraxis durch Bundeskanzlerin Merkel scharf kritisiert hat. Der Literaturnobelpreisträger warf der Bundeskanzlerin „skandalöse Missachtung“ von Autoren vor.

„Wir erwarten eine öffentliche Antwort der Kanzlerin auf den Protestbrief, den eine Gruppe von Autoren um unsere Mitglieder Juli Zeh und Ilija Trojanow vor einem Jahr formuliert hat und dem sich seitdem mehr als 67.000 Menschen angeschlossen haben. Auch PEN-Präsident Josef Haslinger war an dieser Initiative beteiligt. Und natürlich erwarten wir eine klare Haltung der Bundesregierung gegenüber dem massenhaften Ausspähen der Bevölkerung durch welche Geheimdienste auch immer.“

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Regula Venske
Generalsekretärin

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists. Der PEN wurde1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

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