Hermann Kesten-Preis 2014 für Snowden-Anwalt Wolfgang Kaleck

Pressemitteilung, Darmstadt, 4. November 2014

Hermann Kesten-Preis 2014 für Snowden-Anwalt Wolfgang Kaleck
Preisverleihung am 13. November im Staatstheater Darmstadt

Der Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums geht 2014 an den Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck aus Berlin, den Rechtsbeistand von Edward Snowden in Deutschland.

Kaleck erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis für sein beharrliches und unerschrockenes Engagement für die Opfer staatlicher Gewalt, etwa in Argentinien, Tschetschenien, Kolumbien, Pakistan, Mexiko, Usbekistan und im Irak. Er war Bundesvorsitzender des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins (RAV) und gründete 2007 das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), dessen Generalsekretär er heute ist.

„Es ist das Verdienst von Wolfgang Kaleck, dass er Menschenrechtsverletzungen immer in ihrer internationalen Dimension wahrzunehmen vermag“, sagte der Präsident des deutschen PEN, Josef Haslinger, heute bei der Verkündung des Preisträgers in Darmstadt (die vollständige Begründung der Kesten-Jury anbei).

Die Preisverleihung findet am 13. November 2014 um 19 Uhr im Staatstheater Darmstadt statt. Laudator ist Bundesminister a.D. Gerhart Baum. Durch den Abend führt Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk).

Anlässlich der Vollendung des 85. Lebensjahres seines Ehrenpräsidenten Hermann Kesten stiftete das PEN-Zentrum Deutschland 1985 eine Hermann Kesten-Medaille für besondere Verdienste um verfolgte Autoren. Erstmals im Jahre 2000 stiftete das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Günter Grass, Anna Politkovskaja und Liu Xiaobo.

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists. Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.
Für das PEN-Zentrum Deutschland

Regula Venske                                  Sascha Feuchert
Generalsekretärin                              Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.