PEN-Resolution zum Flüchtlingsschutz in Europa

Pressemitteilung, Darmstadt, 26. November 2014

Autoren für einen gemeinsamen Schutzraum Europa
Aufruf

Anlässlich seines 90-jährigen Bestehens fordert das PEN-Zentrum Deutschland die Staaten der Europäischen Union auf, „ein gemeinsames menschenwürdiges Asylrecht“ zu schaffen und Menschen, die in Europa Schutz suchen, nicht länger zu behandeln, „als wären sie Feinde, die es abzuwehren gilt“.

Im Einzelnen werden für akut gefährdete Menschen aus Kriegsgebieten „legale Fluchtwege“ gefordert und in allen EU-Staaten „die gleichen Chancen auf ein faires Asylverfahren“. Ein europäischer Flüchtlingsfonds soll wirtschaftlich schwächeren Staaten unter die Arme greifen und die Umsetzung eines „verbindlichen europäischen Asylrechts“ ermöglichen. Die Rettung von Menschenleben müsse oberste Priorität haben.

Der als europäische Autoreninitiative konzipierte Aufruf „Schutz in Europa“ wurde am 26. November bei der 90-Jahr-Feier des deutschen PEN-Zentrums in der Freien Akademie der Künste in Hamburg vorgestellt. Er soll den Schriftstellern Europas über die nationalen PEN-Zentren zur Unterschrift vorgelegt werden. Zu den Erstunterzeichnern zählen die beiden Ehrenpräsidenten des deutschen PEN-Zentrums Günter Grass und Christoph Hein.

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists. Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.
Für das PEN-Zentrum Deutschland.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Josef Haslinger                                       Regula Venske
Präsident                                                Generalsekretärin

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