AUFRUF: Autoren für einen gemeinsamen Schutzraum Europa

13.4.15: Übergabe der Resolution

13.4.15: Übergabe der Resolution „Schutz in Europa“ von PEN-Präsident Josef Haslinger (li.) im Bundesinnenministerium an Staatssekretär Dr. Ole Schröder (re.) © PEN-Zentrum Deutschland

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am 26. November hat das PEN-Zentrum Deutschland aus Anlass seiner Gründung vor
90 Jahren in der Freien Akademie der Künste in Hamburg eine Veranstaltung zugunsten verfolgter Autoren durchgeführt. Im ersten Teil wurden Texte von Autorinnen und Autoren unseres Writers-in-Exile-Programms gelesen, im zweiten Teil Texte von Autorinnen und Autoren aus der Case-List von Writers-in-Prison des internationalen PEN. Die Vortragenden waren jeweils in Hamburg lebende PEN-Mitglieder. Im Mittelteil der von Regula Venske konzipierten Veranstaltung stellte ich den Aufruf „Schutz in Europa“ vor und führte ein Gespräch mit den Erstunterzeichnern dieses Aufrufs, den beiden Ehrenpräsidenten Günter Grass und Christoph Hein. Zu Gast bei der gut besuchten Veranstaltung waren, auf Einladung des PEN-Zentrums Deutschland, auch sieben Autoren aus afrikanischen Staaten. Der Abend endete mit der Versteigerung von Grafiken, die Günter Grass zur Verfügung gestellt hat. Der Erlös von über 6000,- Euro kommt unserem Writers-in-Prison-Programm zugute.

Eine nicht gerade wohlwollende Interpretation der Stellungnahme von Günter Grass hat den Inhalt des Aufrufs „Schutz in Europa“ in den Hintergrund geraten lassen. Unser Medienpartner NDR-Kultur hat mittlerweile den Wortlaut der Stellungnahme von Günter Grass veröffentlicht, womit die Debatte über die von ihm angeblich geforderten „Zwangseinquartierungen“ hoffentlich beendet sein dürfte.
Siehe http://www.ndr.de/kultur/kulturdebatte/D…

Anbei sende ich Ihnen den deutschen Aufruf „Schutz in Europa“ und die englische Fassung „Protection for Refugees in Europe“ mit der Bitte, ihn nicht nur zu unterstützen, sondern ihn auch unter den europäischen Autoren zu verbreiten. Selbstverständlich ist die Unterzeichnung des Aufrufs nicht an die PEN-Mitgliedschaft gebunden. Am 14. April wird er mit mehr als tausend Unterschriften aus 30 Ländern an Martin Schulz, den Präsidenten des Europäischen Parlaments, übergeben werden.

Zur Unterstützung des Aufrufs „Schutz in Europa“ (englisch: „Protection for Refugees in Europe“) senden Sie bitte eine Mail an
mailto:schutzineuropa@pen-deutschland.de

oder eine schriftliche Mitteilung an das

PEN-Zentrum Deutschland, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt.
Benötigt werden Name, Vorname und Nationalität.

Ich rechne auf Ihre tatkräftige Mithilfe
und verbleibe mit kollegialen Grüßen
Ihr

Josef Haslinger
Präsident

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