Lohvinau-Buchhandlung vor dem Aus!

Ihar Lovonau (Foto: privat)

Ihar Lovinau (Foto: privat)

Als im Oktober 2013 dem weißrussischen Lohvinau-Verlag erstmals die Lizenz entzogen worden war, gab es viele Proteste, unter anderem auch einen offenen Brief des deutschen PEN-Zentrums.
Nun steht auch die Lohvinau-Buchhandlung in Minks möglicherweise vor dem Aus. Die Buchhandlung hat sich in den fünf Jahren ihres Bestehens zu einem kulturellen Zentrum Weißrusslands entwickelt, ein Treffpunkt für Schriftsteller und Leser, ein Ort für Buchpräsentationen und Diskussionsrunden.

Am heutigen Montag (5.1.15) wird das Gerichtsurteil im Fall Lohvinau erwartet. Es wird befürchtet, dass der Verleger Ihar Lohvinau wegen angeblich unautorisierten Buchverkaufs inhaftiert wird.

Die Buchhandlung wiederum hat seit Januar 2014 bereits acht Mal die erforderlichen Unterlagen eingereicht, um eine staatliche Registrierung zu erhalten, diese wurde jedoch vom Informationsministerium in kafkaesker Art und Weise immer wieder abgelehnt. Nun droht der Buchhandlung eine existenzbedrohende Geldstrafe.
Wir protestieren auf das Schärfste gegen das Vorgehen der weißrussischen Regierung und schauen mit bangen Blicken nach Minsk.