16.05.2015 – Vortrag mit Erik Arellana Bautista in Münster: Friedensverhandlungen und Menschenrechtslage in Kolumbien

Friedensverhandlungen und Menschenrechtslage in Kolumbien (Erik Arellana Bautista, H.I.J.O.S. Kolumbien)

Seit mehr als 60 Jahren tobt in Kolumbien ein Bürgerkrieg, und seine vielen Facetten sind nur schwer zu begreifen. Der Konflikt zwischen der kolumbianischen Regierungsarmee, rechtsgerichteten Paramilitärs und linken Guerillagruppen war nie von einer Waffenruhe unterbrochen. Damit nehmen sie der Zivilbevölkerung ihr Recht auf ein Leben in Würde. Die kolumbianische Regierung versuchte, mit wirtschaftlicher und militärischer Unterstützung der US-Regierung, die Aufständischen mit Waffengewalt zu besiegen. In der Regierungszeit von Juan Manuel Santos (2010-2014), begannen in der kubanischen Hauptstadt Havanna erstmals Friedensgespräche mit den Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC-EP). Ein Fall von Gewaltsamem Verschwindenlassen wird vorgestellt anhand der Geschichte vierer Schwestern, die 2001 von Paramilitärs verschleppt, missbraucht, gefoltert und anschließend in einem Massengrab verscharrt wurden. Erik ist kolumbianischer Menschenrechtsaktivist, Dokumentarfilmer, Journalist und Autor. Er gründete eine Stiftung, die nach seiner Mutter Nydia Erika Bautista benannt ist (FUNEB) und arbeitet unermüdlich gegen das Vergessen der im bewaffneten kolumbianischen Konflikt Verschleppten und Verschwundenen.

Das Programm

Beginn: 11:30 Uhr

Wo: Institut für Soziologie Scharnhorstraße 121 48151 Münster
Raum Soz 121.519

Beginn:
16.05.2015 - 11:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Institut für Soziologie Scharnhorstraße 121 48151 Münster

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