12.06.2015 – Zwischen visueller Poetik und verpflichtender Poesie — große Ausstellung & Lesung mit Erik Arellana Bautista

[Foto:© afip]

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Retrospektive 1999 – 2014
Zwischen zwischen visueller Poetik und verpflichtender Poesie — große Ausstellung & Lesung.

Beschreibung

Erick Arellana Bautista
Dokumentarfilmer und Fotograf für nationale und internationale Medien. Arbeitet insbesondere über Themen des kollektiven Gedächtnisses, der politischen und gesellschaftlichen Erinnerungsarbeit im Kontext des jahrzehntelangen bewaffneten Konfliktes in Kolumbien und seinen Spuren in der Zivilgesellschaft
Verschiedenste Projekte im öffentlichen Raum in Kooperation mit staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen. Arbeitet für die Stiftung Nydia Erika Bautista für Menschenrechte (zahlreiche internationale Auszeichnungen, zuletzt 2012 Menschenrechtspreis der dt und frz Botschaften), Univeristätsdozent für Kommunikationswissenschaften und Journalistik 2007 bis 2011.

Zum Werk
arbeitet seit Jahren freischaffend mit dem Ziel, eine eigene Sprache zu finden, um die verschiedenen Wirklichkeitsebenen und die kulturelle Vielfalt in Kolumbien zu vermitteln. Die eigene Biografie und Herkunft im Verbund mit akademischer Ausbildung und Reflexion erlauben nicht nur ein Sprachrohr für das eigene Land, den lateinamberikanischen Kontinent zu sein, sondern diese Erfahrungen solidarisch als universell in den Kontext aller marginaler Erfahrung zu stellen. Es geht um Interaktion, um vermittelnde Kommunikation und um die Suche nach dem Verbindenden, der Empathie. Dafür schaffen die Dokumentationen, Videos und Videoinstallationen Raum und Gelegenheit.
Mit erzählerischen und alternativen audiovisuellen Mitteln werden die Opfer und ihre Zeugnisse, ihr Ringen um Würde, das Sichtbarmachen ihres Leidens und ihrer Suche nach Antworten in den Mittelpunkt gestellt, um ihnen Identiät und Gerechtigkeit zurückzugeben gegen das allgemeine Schweigen und Vergessen. Das ist das Anliegen der Arbeit der Stiftung Nydia Bautista und deren Begleitung beinhaltet einen Großteil der dokumentarischen Arbeiten.
Ein weiterer Aspekt ist die Arbeit mit indigenen Gemeinschaften in verschiedenen geografischen Räumen Kolumbiens, die dokumetarische Begleitung ihres Bemühens ihre jahrhundertealte kulturelle Identiät und Autonomie zu bewahren.
Und schließlich die städtische Erfahrung von moderner Jugendkultur, die interdisziplinäre Nutzung technischer Möglichkeiten um polyfone und kollektive Erzählungen im öffentlichen Raum zu transportieren. Ihren Ausdruck findet diese künstlerische Suche in der Mitarbeit und Gründung verschiedener Kollektiven wie Vivoarte, Antena mutante, Dexpierte, Beligerarte, H.I.J.O.S und andere. Das sind pädagogische Interverntionsformen, die erlauben im Gegenüber, im Publikum über eigenen Lebenserfahrungen nachzudenken
Ein weiteres Feld meiner Arbeit ist die Feldforschung, wie sie im Projekt von „Geomalla“, einer städtischen Erinnerungswerkstatt in Bogotá methodisch entwickelt und angewendet wird.

Der Anfang
Vor zwölf Jahren präsentierte ich die Arbeit „Verstädterung der Erinnerung“ an der Universität Kässel, die danach in 12 deutschen Städten gezeigt wurde, zum Schluß in der Ausstellung „Die andere Ecke Amerikas“ in Madrid. Danach kehrte ich nach Bogotá / Kolumbien zurück und teilte die Arbeit dort mit Familienangehörigen gewaltsam verschwundener Opfer sowie verschiedenen sozialen Organisationen und Bewegungen. Daraus entwickelten sich im Austausch verschiedene weitere Projekte wie die Kartografie der Erinnerung der Stadt Bogotá, einem Stadtplan mit Erinnerungsorten von Menschenrechtsverletzungen seit 1948, dabei werden an den jeweiligen Plätzen und Orten Plaketten mit Informationen angebracht. Die verschwundenen Personen werden dann zu Namensgebern der jeweiligen Straße und werden so wieder aus der Namenslosigkeit und dem Vergessen in das kollektive Bewußtsein gebracht.

in Kooperation mit:
BAM Buchladen am Markt
Stadtbibliothek Offenbach
Writers-in-Prison (PEN Deutschland)
Dr. Kirsten Prinz
»akademie für interdisziplinäre prozesse«
stiftung der städtischen sparkasse offenbach am main
www.afip-hessen.de

https://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb05/germanistik/abliteratur/litlehrende/kiprinz

http://www.pen-deutschland.de/de/themen/writers-in-exile/aktuelle-stipendiaten/erik-arellana-bautista/

akademie für interdisziplinäre prozesse
ludwigstraße 112a — goetheplatz
63067 offenbach am main
s-bahn 1 2 8 9 | offenbach ledermuseum
www.afip-hessen.de

Beginn:
12.06.2015 - 19:30 Uhr
Veranstaltungsort:
»afip!« Ludwigstraße 112 a — Goetheplatz in 63067 Offenbach

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