Angola: Journalist Rafael Marques de Morais zu Bewährungsstrafe verurteilt!

Rafael Marques de Morais. Quelle: PEN International

Rafael Marques de Morais. Quelle: PEN International

Die Wiederinkraftsetzung der Diffamierungsanklage gegen den angolanischen Journalisten Rafael Marques de Morais, kurz nachdem eine ähnliche Anklage von einem Gericht fallengelassen worden war, ist eine zutiefst enttäuschende Entwicklung und stellt die Unabhängigkeit des Justizwesens in Angola in Frage, sagte der internationale PEN kürzlich.

Die nun ausgesprochene sechsmonatige Bewährungsstrafe bezieht sich auf ein Buch, das de Morais 2011 verfasst hat. Es trägt den Titel „Blutdiamanten: Folter und Korruption in Angola“ (englischer Titel: Blood Diamonds: Torture and Corruption in Angola). Es beschreibt detailliert Morde und Folterungen, die von privaten Sicherheitskräften der Minenfirmen in Angolas Diamantenfeldern verübt wurden. Viele der Mineninhaber werden ebenfalls verantwortlich gemacht, da sie die Misshandlungen duldeten. Nach Veröffentlichung des Buches haben die Feldherren eine Diffamierungsbeschwerde gegen de Morais vorgelegt. De Morais muss das Buch aufgrund des Gerichtsurteils vom Markt nehmen und seine Verbreitung stoppen.

“Wir rufen die angolanischen Behörden dazu auf, die Verurteilung umgehend aufzuheben und die Verfolgung von de Morais, der seinen Prozess als ‚Folter‘ beschrieb, zu stoppen“, sagte Marian Botsford Fraser, Vorsitzende des internationalen Writers-in-Prison-Komitees.

Der internationale PEN arbeitet seit 2011 daran, dass die Anklagepunkte gegen de Morais fallengelassen werden. Diese Forderungen wurden auch in einem offenen Brief von Amnesty International und zahlreichen weiteren Menschenrechtsorganisationen bekräftigt. In diesem wird an eine Entscheidung des afrikanischen Gerichtshofes im Dezember 2014 erinnert, bei der festgelegt wurde, dass eine Strafe für Diffamierungen gegen die afrikanische Verfassung für Menschenrechte und den Internationalen Pakt über Bürgerliche und politische Rechte verstößt. Kürzlich haben sich auch einige Prominente dem Aufruf angeschlossen, darunter Wikipedia-Mitbegründer Jimmy Wales und Steve McQueen, der Regisseur des Oscar-prämierten Films „12 Years a slave“.  (cm/sf)


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