03.03.2016 – Gespräch und Lesung mit Erik Arellana Bautista in der ZEIT-Stiftung in Hamburg

© PEN-Zentrum Deutschland

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Der Staat Kolumbien kommt in unseren Medien kaum vor. Im Augenblick befindet sich das Land im Umbruch, die Friedensverhandlungen zwischen Regierung und der Guerrilla FARC gehen ihrem Ende entgegen und sollen bis zum März 2016 abgeschlossen sein.

Doch die tiefen Wunden bleiben: Erik Arellana Bautistas Mutter, Nydia Erika Bautista, gehört zu den Verschwundenen. Von Regierungstruppen verschleppt, wahrscheinlich gefoltert, vielleicht ermordet. Ebenso wie die anderen Verschwundenen ist auch sie nie wieder aufgetaucht. Das Verschwindenlassen von „politisch unbequemen“ Personen als Druckmittel seitens der Regierung wird seit Jahrzehnten in mehreren lateinamerikanischen Ländern praktiziert. Die zurückgebliebenen Angehörigen wissen im wahrsten Sinn des Wortes nicht, wohin mit ihrer Trauer. Das ist besonders schmerzlich für Kinder, die ihre Eltern vermissen. Ihr Leben lang. Erik Arellana Bautista hat im Gedenken an seine Mutter eine Stiftung gegründet, die den Zurückgebliebenen hilft.

Über sein Befinden im Exil, seine Arbeit als Schriftsteller und die politische Situation in seinem Land wird Erik Arellana Bautista am Donnerstag, 3. März 2016, ab 19 Uhr berichten. Durch das Gespräch (in deutscher Sprache) führt Franziska Sperr, Writers in Exile-Beauftragte und Vizepräsidentin des PEN-Zentrums Deutschland.

Beginn:
03.03.2016 - 19:00 Uhr
Veranstaltungsort:
ZEIT-Stiftung, Feldbrunnenstraße 56, 20148 Hamburg

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