05.07.2016 – Lyriklesung mit Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat Enoh Meyomesse in Gießen

Der kamerunische Lyriker, Politiker und Menschenrechtsaktivist  Enoh Meyomesse wird am 5. Juli 2016 im Literarischen Zentrum Gießen seine Gedichte lesen. Als Lyriker, Politiker und Menschenrechtsaktivist saß er aufgrund seiner regierungskritischen Texte und Äußerungen über drei Jahre in Kamerun im Gefängnis. Er sah sich nicht nur mit der Zensur seiner Texte, sondern auch mit Isolations- und Dunkelhaft, Schutzgelderpressung und Folter konfrontiert.

Enoh Meyomesse (Februar 2016) © PEN-Zentrum Deutschland

Enoh Meyomesse (Februar 2016) © PEN-Zentrum Deutschland

Im April 2015 kam der Lyriker aus der Haft frei. Seit Oktober 2015 lebt er in Darmstadt als Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat der Wissenschaftsstadt Darmstadt und wird vom PEN-Zentrum betreut. In seinen Lyrikbänden Gedichte eines Häftlings in Kondengui, Blumen der Freiheit und Darmstadt: Eine afrikanische Liebeserklärung leistet Meyomesse Gedächtnisarbeit, die die vielschichtige koloniale Vergangenheit Kameruns zur Sprache bringt. Seine Lyrik ist Aufbegehren gegen erfahrene existentielle Bedrohung und Inhaftierung und sie ist subjektive Neubestimmung unter der gegenwärtigen Exilerfahrung in Deutschland.

Enoh Meyomesses Gedichte werden in französischer und deutscher Sprache gelesen.

Eintritt frei

Moderation: Julia Richter (Gefangenes Wort)
Deutscher Leser: Daniel Schneider (Gefangenes Wort)

Weiterführende Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie auf der Internetpräsenz des Literarischen Zentrums Gießen.

Kooperationspartner der Veranstaltung sind das Literarisches Zentrum Gießen, Gefangenes Wort e.V. sowie das Institut für Germanistik.

Mit freundlicher Unterstützung des PEN-Zentrums Deutschland.

Beginn:
05.07.2016 - 19:30 Uhr
Veranstaltungsort:
KiZ (Kongresshalle), Südanlage 3a, 35390 Gießen

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