26.08.2016 – Vietnam: Schwere und leichte Kost aus dem Land der Drachensöhne

Literaturhaus Darmstadt John-F.-Kennedy-Haus Geschäftsstelle PEN-Zentrum © PEN-Zentrum Deutschland

John-F.-Kennedy-Haus © PEN-Zentrum Deutschland

Auf dem diesjährigen Kulturfest im Literaturhaus Darmstadt werden Josef Haslinger, Präsident des PEN-Zentrums Deutschland, und der vietnamesische Writers in Exile-Stipendiat Bui Thanh Hieu zu Gast sein und eigene Texte sowie Auszüge aus dem horen-Band  „Hinauf in das winzige Zelt von Blau. Writers in Prison/Writers at risk“ lesen.

An die Lesungen schließt sich eine Fragerunde an, bevor die Geschäftstelle des PEN-Zentrums zu einem vietnamesischen Buffet in ihre Räumlichkeiten (1. OG) einlädt.

Der Eintritt ist frei.

Das Gesamtprogramm des diesjährigen Kulturfestes finden Sie hier.

Josef Haslinger [Foto: © Simone Ahrend, sah-photo]

Josef Haslinger
 © Simone Ahrend, sah-photo

Josef Haslinger, geboren in Zwettl/Österreich ist Schriftsteller, seit 1996 Professor für Literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig sowie seit 2013 Präsident des deutschen PEN.

©Simone Ahrend, sah-photo

Bui Thanh Hieu © Simone Ahrend,
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Bui Thanh Hieu, geboren 1972 in Hanoi/Vietnam, ist einer der bekanntesten Blogger seines Landes. Unter dem Namen „Nguoi Buon Gio“ (Der Windhändler) schreibt er seit 2005 über die politische Entwicklung und gesellschaftliche Themen. Seit Oktober 2013 ist er Stipendiat des Writers in Exile-Programms des PEN.

Zu den Texten:

wiPAuch heute noch werden mehr Schriftsteller und Schriftstellerinnen inhaftiert oder ermordet, als man in den westlichen Demokratien glauben mag. Der horen-Band 261 „Hinauf in das winzige Zelt von Blau Writers in Prison/Writers at risk“ widmet sich Autoren, die verfolgt, inhaftiert oder gar ermordet wurden und werden. Die »Case-List« des PEN verzeichnet derzeit 900 aktuelle Fälle. Vor allem in der Türkei und in China werden Menschen für literarisches Engagement hart bestraft. Doch nicht nur Staaten verfolgen Autoren: In Mexiko etwa wurden seit dem Jahr 2000 von Drogenkartellen knapp 100 Schreibende, vor allem Journalisten, ermordet oder verschleppt – die Aufklärungsrate liegt bei etwa 10%.
Sascha Feuchert, Hans Thill und Regula Venske haben einen Band zusammengestellt, in dem die Betroffenen selbst zu Wort kommen oder von bekannten Kollegen porträtiert werden. Ergänzt werden die Texte mit Grafiken bedrohter bildender Künstler.
Mit Beiträgen u.a. von Mohammed al-Adjami, Gioconda Belli, Can Dündar, Josef Haslinger, Sabine Kebir, Enoh Meyomesse, Roswitha Quadflieg, John Ralston Saul, Johano Strasser, Ilija Trojanow und Liao Yiwu.

Beginn:
26.08.2016 - 16:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Literaturhaus Darmstadt, Kasinostraße 3, 64293 Darmstadt

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