Peru: Schriftsteller Rafo León vom Vorwurf der kriminellen Diffamierung freigesprochen

Der internationale PEN ist erfreut über die Nachricht, dass Rafael Enrique León Rodríguez (auch bekannt als Rafo León) vom Vorwurf der kriminellen Diffamierung eines anderen Journalisten freigesprochen wurde und dass er somit weder die im Mai gegen ihn verhängte zwölfmonatige Bewährungsstrafe verbüßen noch dem Kläger Schadensersatz zahlen muss. León ist Autor und Kolumnist für das in Lima ansässige wöchentliche Nachrichtenmagazin Caretas.

 Rafael León Rodríguez (Quelle: PEN International)

Rafael León Rodríguez (Quelle: PEN International)

Das oberste Zivilgericht von Lima (Corte Superior de Justicia de Lima) hat entschieden, dass León die Kolumnistin Martha Meier Miró Quesada in einer satirischen Stellungnahme, die im Juni 2014 im Magazin Caretas veröffentlicht wurde, nicht verleumdet hat. Die auf den 29. August datierte Berufungsentscheidung wurde am 9. September öffentlich bekanntgegeben. Sie widerruft die Entscheidung vom 3. Mai, bei der León wegen „Diffamierung“ für schuldig erklärt und ihm auferlegt wurde, Meier 6,000 Soles (etwa 1,800 USD$) an Entschädigung zu zahlen und darüber hinaus über einen Zeitraum von einem Jahr „gutes Verhalten“ zu zeigen, um eine strafrechtliche Verfolgung zu vermeiden.

Der Freispruch von León folgt dem des Journalisten Fernando Valencia Osorio, der wegen ähnlichen Vorwürfen angeklagt war und letzten Monat freigesprochen wurde. Der ehemalige Redakteur der ebenfalls in Lima ansässigen Tageszeitung Diario 16 wurde im April 2016 wegen der angeblichen Verleumdung des Präsidenten Alan García zu einer 20-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt sowie zu einer Entschädigungszahlung von 100,000 Sole (30,595 US$). Am 9. August wurde jedoch berichtet, dass seine Verurteilung aufgehoben wurde.

Ein Dank gilt allen, die sich für Rafael Enrique León Rodríguez eingesetzt haben. Zu diesem Zeitpunkt muss nichts weiter unternommen werden.