23.11.2016 – WRITERS IN PRISON / WRITERS AT RISK „Hinauf in das winzige Zelt von Blau“

wip-lesung-hannoverMit Sascha Feuchert (Vize-Präsident und Writers-in-Prison / Writers-at-Risk-Beauftragter des PEN-Zentrums Deutschland) und Hans Thill (Writers-for-Peace-Beauftragter des PEN-Zentrums Deutschland)
Gast: Mohamad Alaaedin Abdul Moula (Hannah-Ahrendt-Stipendiat in Hannover)
Übersetzung: Ziad El Kilani
Moderation: Jutta Rinas

Noch immer werden Schriftsteller und Schriftstellerinnen inhaftiert oder gar ermordet. Die »Case-List« des PEN verzeichnet derzeit 900 aktuelle Fälle. Doch nicht nur Staaten wie China oder die Türkei verfolgen unliebsame Autoren: so wurden allein in Mexiko seit 2000 von Drogenkartellen knapp 100 Autoren, darunter vor allem Journalisten, verschleppt oder gar ermordet – die Aufklärungsrate liegt bei etwa 10 Prozent.

 

Anmeldungen empfohlen!
Karten nur an der Abendkasse
Barrierefreier Zugang

Veranstalter: Kulturbüro der LHH, Musik- und Literaturförderung,
Elke Oberheide, Tel. (0511) 168 42493, elke.oberheide [at] hannover-stadt [dot] de

Sascha Feuchert, Hans Thill und Regula Venske lassen in diesem Band Betroffenen selbst zu Wort kommen oder von namhaften Kolleginnen und Kollegen porträtieren.

[Foto: Piotr Banczerowski]

Sascha Feuchert [Foto: Piotr Banczerowski]

Sascha Feuchert, geb. 1971, Leiter der Stelle Holocaust-literatur an der Justus-Liebig-Universität Gießen und des dortigen Literarische Zentrum. Vizepräsident des deutschen PEN. Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher u. a. zur Holocaustliteratur und Gegenwartsliteratur.

Foto von Hans Thill

Hans Thill [Foto: Angela von Brill]

Hans Thill, geb. 1954, lebt in Heidelberg. Lyriker und Über setzer – vor allem aus dem Französischen. Heraus geber der Reihe „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“. Writers-for-Peace-Beauftragter im Präsidium des deutschen PEN. Leiter des Künstler hauses Edenkoben. Neueste Gedichtbände: »Ratgeber für Zeugleute«, Berlin und Rettenegg, Brueterich 2015 und »Dunlop«, Schupfart, roughbooks 2016.

Mohamad Alaaedin Abdul Moula lebt seit 2015 als Hannah-Arendt-Stipendiat in Hannover. Mohamad Alaaedin Abdul Moula, geb. 1965, war Direktor für Museen und Altertümer in Homs, 1996 verlor er diese Arbeit. Seine Kontakte mit Dissidenten wie dem syrischen Schriftsteller Faraj Bayrakdar boten den Sicherheitsbehörden Anlass zu Verhören und Zensur.

»Das ist doch interessant, in unserem Land denkt man, die Literatur kann nicht mehr viel bewirken und alles ist dem Markt geopfert, aber tatsächlich ist das Wort nach wie vor eine sehr, sehr mächtige Kraft und hat doch immer noch etwas Magisches, sonst würden die Autoren nicht so verfolgt werden.«
(REGULA VENSKE)

Beginn:
23.11.2016 - 19:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Literaturhaus Hannover, Sophienstraße 2, 30159 Hannover

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