PEN fordert unmittelbare Freilassung von Deniz Yücel

Pressemitteilung, Darmstadt, 28. Februar 2017

PEN fordert unmittelbare Freilassung von Deniz Yücel

Mit großem Entsetzen hat das PEN-Zentrum Deutschland zur Kenntnis nehmen müssen, dass ein türkischer Richter Untersuchungshaft gegen den „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel wegen angeblicher Terror-Unterstützung verhängt hat. Damit ist eine weitere Eskalationsstufe im Kampf der Erdoğan-Administration gegen die Meinungsfreiheit erreicht. „Wir werden das nicht hinnehmen und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln um die unmittelbare Freilassung von Deniz Yücel kämpfen“, sagte Sascha Feuchert, Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter der Autorenvereinigung. PEN-Präsident Josef Haslinger kommentierte: „Allem Anschein nach ist es die türkische Staatsmacht, die sich zu einer terroristischen Vereinigung entwickelt hat. Jedenfalls gegenüber jenen, die in der Tradition des freien Wortes stehen. Es ist kein gutes Zeichen, wenn ein Gericht sich zum Propaganda-Instrument für eine solche Vereinigung macht. Im Gegensatz zu dem, was kritischer Journalismus bewirkt, kann man darin tatsächlich eine Aufwiegelung der Bevölkerung sehen.“

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Felix Hille
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists. Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

 

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