Deutscher PEN unterstützt „March for Science“

Pressemitteilung, Darmstadt, 20. April 2017

Deutscher PEN unterstützt „March for Science“

Das PEN-Zentrum Deutschland unterstützt den „March for Science“, bei dem am kommenden Samstag, den 22. April, Menschen in über 500 Städten weltweit für die Freiheit der Wissenschaft, für die Vielfalt von Forschungsperspektiven, für den Wissenstransfer in die Gesellschaft und für die Stärkung evidenzbasierter Entscheidungen in der Politik auf die Straße gehen.

Wenn Emotionen die sachliche Diskussion verdrängen und wissenschaftlich fundierte Tatsachen geleugnet, relativiert oder „alternativen Fakten“ als gleichwertig gegenübergestellt werden, um daraus politisches Kapital zu schlagen, und wenn Entscheidungsträger nicht mehr auf Grundlage der Datenlage, sondern auf der Basis diffuser Gefühle entscheiden, bedroht dies unsere Gesellschaft insgesamt. Jedem konstruktiven Dialog wird die Basis entzogen. Konstruktiver Dialog aber, Debatte sowie das Streben nach Konsens sind unabdingbar für die Demokratie.

„Schriftsteller lieben Spiel, Phantasie, Experiment.“, so PEN-Generalsekretärin Regula Venske. „Wir verstehen uns sogar auf ‚Fake News‘ und ‚alternative Fakten‘. Aber sie gehören ins Reich von Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung, ins Reich der Literatur! Es ist schon verrückt, dass man sich im 21. Jahrhundert noch und wieder dafür einsetzen muss, dass wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses ernst genommen werden.“

Weitere Informationen finden Sie unter http://marchforscience.de.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Felix Hille
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Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists. Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

 

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