01.06.2017 – „Die Details des Überlebens. Stimmen der syrischen Literatur“ – Lesung mit Yamen Hussein in Berlin

Yamen Hussein
Foto: © Roland Baege

Die Übersetzerin Larissa Bender stellt an diesem Abend die in Trier lebende Lyrikerin Rasha Habbal und den Dichter Yamen Hussein vor, der mit einem Writers-in-Exile-Stipendium nach München kam. Peer Martiny liest Miniaturen aus Niroz Maleks „Der Spaziergänger von Aleppo“ (Weidle Verlag).

Der aus Syrien geflohene Dichter und Journalist Yamen Hussein wurde 1984 in Homs geboren. Durch regimekritische Artikel geriet er ins Visier der Sicherheitsbehörden. Mutig kritisierte er die Eingriffe des Staates in die Publikations- und Pressefreiheit. Er wurde von der Universität zwangsexmatrikuliert und vom Geheimdienst verfolgt und mehrmals verhaftet. Unter den investigativen Journalisten bekam er einen guten Namen und wurde leitender Reporter bei Al Dunia TV. Doch die Hetze gegen ihn nahm immer brutalere Züge an. Irgendwann musste er fliehen, zunächst in die Türkei. Seit Dezember 2014 lebt er als Stipendiat des Writers-in-Exile Programms des PEN-Zentrums Deutschland in München. Seine Gedichte wurden ins Französische übersetzt und sollen demnächst auch in Deutschland erscheinen.

Weiterführende Informationen zur Veranstaltung entnehmen der Internetpräsenz von WIR MACHEN DAS. Eine Veranstaltung des Aktionsbündnisses WIR MACHEN DAS in Zusammenarbeit mit der Allianz Kulturstiftung und der Stiftung :do.

Beginn:
01.06.2017 - 20:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.