Syrien: Statement des PEN im UN-Menschenrechtsrates

Hussein Essou (Foto: Human Rights Watch)

Am 14. Juni hat der internationale PEN ein Statement zur Meinungsfreiheit in Syrien im UN-Menschenrechtsrat in Genf vorgestellt.
Der internationale PEN ist über den bedauernswerten Zustand der Meinungsfreiheit in Syrien ernsthaft besorgt. Wie die Untersuchungskommission festgestellt hat, ist der Konflikt nun in das siebte Jahr gegangen und es bestehen massive Menschenrechtsverletzungen.
Syrische und internationale Journalisten und Schriftsteller befinden sich in großer Gefahr. So wurden seit Beginn des Krieges über hundert Journalisten getötet, als sie versuchten, Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren. Auch tausende von Dichtern, Dramatikern und Filmemachern wurden verschleppt, werden willkürlich festgehalten und gefoltert. Der internationale PEN hat bereits viele solcher Fälle dokumentiert und möchte heute erneut auf die Verschleppung des Schriftstellers Hussein ESSOU und die Inhaftierung von Ali AL-SHIHABI, dem syrisch-palästinensischen Politikanalysten und Blogger aufmerksam machen.
Der internationale PEN fordert die syrischen Behörden auf, die Folterungen, Verschleppungen und Tötungen umgehend zu beenden. Alle Personen, die lediglich für die friedliche Ausübung ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung inhaftiert sind, sofort freizulassen, die Strafverfolgung von Journalisten und Schriftstellern zu beenden.