Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN geht 2017 an den Autor, Kurator und Verleger Thomas B. Schumann

Pressemitteilung, Darmstadt, 2. August 2017

Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN geht 2017 an den Autor, Kurator und Verleger Thomas B. Schumann

Hermann Kesten-Preisträger 2017 Thomas B. Schumann Foto: © Edition Memoria

Hermann Kesten-Preisträger 2017 Thomas B. Schumann
Foto: © Edition Memoria

Als Autor, Herausgeber, Publizist, Redner und Ausstellungskurator widmet Thomas B. Schumann sein gesamtes Lebenswerk der deutschen Exilliteratur nach 1933. Er ist Gründer der „Gesellschaft zur Förderung vergessener und exilierter Literatur e. V.” sowie des Verlages „Edition Memoria”. Darüber hinaus besitzt er eine der wohl umfangreichsten Kunstsammlungen zum deutschen Exil.

„Mit Thomas B. Schumann wird eine Persönlichkeit gewürdigt, die mit einer bedingungslosen Hingabe und Leidenschaft dafür eintritt, Literatur von verfolgten und ins Exil gezwungenen Autoren dem Vergessen zu entreißen. Dieses konsequente Erinnern an unsere eigene Geschichte ist eine Voraussetzung für verantwortungs-volles gegenwärtiges Handeln“, sagte Sascha Feuchert, Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter des deutschen PEN, bei der Bekanntgabe des Preisträgers in Darmstadt. „Gerade in der heutigen Zeit, die durch die Erfahrung von Flucht und Vertreibung sowie eine zunehmende gesellschaftliche Intoleranz bis hin zu offenem Rassismus und Antisemitismus geprägt wird, setzt das PEN-Zentrum Deutschland gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit der Preisverleihung auch ein mahnendes Zeichen gegen Hass und Intoleranz.“

Die Preisverleihung findet am 16. November 2017 um 19 Uhr in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt statt. Die Laudatio wird Georg Stefan Troller halten. Der seit 1949 in Paris ansässige, vielfach ausgezeichnete Journalist, Buchautor und Filmemacher musste die Flucht vor den Nazis und das Exil selber durchleben.

Der Hermann Kesten-Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der Charta des internationalen PEN in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalisten einsetzen. Zu den Preisträgern gehörten Günter Grass, Anna Politkowskaja, Liu Xiaobo und zuletzt Can Dündar und Erdem Gül. Weitere Informationen: www.pen-deutschland.de/de/kesten-preis/

Für das PEN-Zentrum Deutschland

 

Carlos Collado Seidel
Generalsekretär

Weitere Informationen zum diesjährigen Hermann Kesten-Preisträger und Bildmaterial stehen Ihnen hier zur Verfügung.

Pressekontakt:
Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151 / 23120
Mobil: 0157 / 31382637
E-Mail: info [at] pen-deutschland [dot] de

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

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