12.10.2017 – „Hybride Wahrheiten: Wie steht es um die Meinungs- und Kunstfreiheit in Russland?“ Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse

In seinem Text „The Hybrid War and the Poetics of Resistance“ kritisiert der Dichter und Essayist Lew Rubinstein, dass Russland derzeit nicht nur einen Hybridkrieg führe. Auch die Justiz und die Bürgerrechte seien hybridisiert, desgleichen die Rhetorik und das politische Handeln und insbesondere das Verhalten der regierungsgenehmen Presse und des Fernsehens. Das einzig Unmissverständliche in der gegenwärtigen russischen Gesellschaft seien die allgegenwärtigen Lügen und der sorgfältig kultivierte und unermüdlich verbreitete Hass.

Die tschetschenische Journalistin und ehemalige Writers-in-Exile Stipendiatin Maynat Kurbanova las ihren deutschen Prosa-Text „Hier in meiner kleinen Geborgenheit“. Foto: Ralf Juergens

Maynat Kurbanova
Foto: © Ralf Juergens

Über die aktuelle Situation der Freiheit des Wortes in Russland und den Zusammenhang von Sprache, Wirklichkeit, Meinungslenkung und zivilgesellschaftlichen Handlungsoptionen diskutieren:

  • Maynat Kurbanova (Wien), Autorin, ehemalige Stipendiatin im Writers-in-Exile Programm des deutschen PEN
  • Irina Scherbakowa (Moskau), Publizistin und Trägerin der Goethe-Medaille 2017
  • Karl Schlögel (Berlin), Osteuropahistoriker und Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland

Sergej Lochthofen (Erfurt), Journalist und Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, moderiert die Veranstaltung.

Sergej Lochthofen Foto: Erik Arellana Bautista

Sergej Lochthofen
Foto: © Erik Arellana Bautista

Einführung: Sascha Feuchert (Gießen), Vizepräsident und Writers in Prison / Writers at Risk-Beauftragter des PEN-Zentrums Deutschland

In Kooperation mit litprom | Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.

 

 

Beginn:
12.10.2017 - 15:00 Uhr
Ende:
16:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Weltempfang Bühne, Halle 3.1, L 25, Messegelände Ludwig-Erhard-Anlage 1 60327 Frankfurt am Main

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.