10.10.2018 – „Bilder bauen Welten: die Macht des (un)sichtbaren Narrativs“ Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse

Bilder – ob Rollenbilder, Vorstellungen der eigenen oder einer fremden Kultur, Idealvorstellungen und mediale Utopien – bestimmen unsere Wahrnehmung im sozialen und gesellschaftlichen Miteinander, unsere Vorurteile, unser Verhalten, unsere Ängste und daraus resultierende politische Tendenzen, unseren Umgang miteinander. Wir wissen heute viel darüber, wie Männer die Welt sehen. Denn die Bilder, die wir überwiegend zu sehen oder zu lesen bekommen, sind jahrhundertelang von einer männlichen Sicht geprägt, der sich auch heute noch niemand entziehen kann, der oder die in diese Bilderwelt hineinwächst.

Nina George Foto: © Helmut Henkensiefken

Nina George
Foto: © Helmut Henkensiefken

Ausgehend von den Ergebnissen der Untersuchung „Sichtbarkeit von Frauen in Medien und im Literaturbetrieb“ (eine Pilotstudie des Instituts für Medienforschung an der Universität Rostock in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland, VS, Bücherfrauen und Netzwerk Autorenrechte) zur Repräsentation von Autorinnen und Rezensentinnen in Medienkritiken wollen wir über Bilder – Rollenbilder, Stereotype, Kulturbilder – und die Verantwortung der Literatur bzw. von Kunst und Kultur für das Entstehen und Fortdauern dieser Bilder in unserer Gesellschaft sprechen.

Maren Kroymann Foto: © Mirjam Knickriem

Maren Kroymann
Foto: © Mirjam Knickriem

Wenn wir über Bilder und ihre Auswirkungen reden, müssen wir darüber reden, was und wer auf welche Weise in der Literatur sichtbar ist – was und wen wir in welchem Kontext zu sehen bekommen. Welche Rolle etwa spielt die (Un-)Sichtbarkeit von Autorinnen in diesen Aushandlungsprozessen über das ‚richtige Frauenbild‘, über Aufgaben, Rechte und Pflichten, die durch dominierende und/oder umstrittene Geschlechterrollen festgelegt werden? Was resultiert aus der Unsichtbarkeit der Intellektualität von Frauen in dieser Gesellschaft? Welche Bilderwelt auch in unseren Geschichten wollen wir für die Zukunft?

Auf dem Podium:

Prof. Dr. Elizabeth Prommer Foto: © Privat

Elizabeth Prommer
Foto: © Privat

  • Nina George, Bundesvorstand Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), Womens‘ Writers Committee-Beauftragte des PEN
  • Maren Kroymann, Kabarettistin, Schauspielerin (Grimme-Preisträgerin) und Sängerin
  • Prof. Dr. Elizabeth Prommer, Direktorin des Instituts für Medien­forschung an der Universität Rostock

Dr. Valeska Henze, Politikwissenschaftlerin, Übersetzerin und Beauftragte der BücherFrauen im Deutschen Kulturrat, moderiert die Veranstaltung.

Eine Veranstaltung des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in ver.di, BücherFrauen e.V., dem Netzwerk Autorenrechte und dem PEN-Zentrum Deutschland

Beginn:
10.10.2018 - 13 Uhr
Veranstaltungsort:
Weltempfang Salon (Halle 4.1 B 81), Messegelände Ludwig-Erhard-Anlage 1 60327 Frankfurt am Main

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