09.12.2018 – PEN International Kampagne „Make Space/Räume Schaffen“ – Panel in Marrakesch

Vor dem Treffen der Vereinten Nationen zur Verabschiedung des Globalen UN-Migrationspakts bringen PEN International und das International Cities of Refuge Network (ICORN) renommierte Autoren im marokkanischen Marrakesch zusammen, um über die Wahrung der Menschenrechte und Schaffung legaler Fluchtwege für Schriftsteller, die aus ihrer Heimat fliehen müssen, zu diskutieren.

Neben Regula Venske, Präsidentin des deutschen PEN-Zentrums, nehmen die ICORN Autoren und Aktivisten Asieh Amini und Abduljabbar Alsuhili, ICORN Geschäftsführerin Helge Lunde, Stadtrat von Palermo Juan Diego Catalano sowie Politik-Referentin von PEN International Sarah Clarke an dem zweistündigen Panel teil und diskutieren Schlüsselfragen rundum den UN-Migrationspakt.

Regula Venske
Foto: © Stefanie Silber

Die Veranstaltung ist Teil der Kampagne „Make Space/Räume Schaffen“, ein Projekt des PEN International, das weltweit auf die Situation von Schriftstellern aufmerksam machen will, die erzwungenermaßen ihre Herkunftsländer verlassen mussten. Ziel ist auch ein besseres Verständnis zwischen den Kulturen und die Infragestellung von Stereotypen im Zusammenhang mit Exil und Flucht.

„Make Space/Räume Schaffen“ bindet die 150 weltweit bestehenden PEN-Zentren ein, um in Zusammenarbeit mit Literaturfestivals, Verlagshäusern, Buchhandlungen, Kulturzentren, Parlamenten, örtlichen Initiativen, Schulveranstaltungen und auf vielfältigen anderen Kommunikationswegen den vertriebenen Schriftstellern einen möglichst großen Raum zu bieten, um ihre Werke zu präsentieren.

Der UN-Migrationspakt gilt als erstes internationales Dokument zum Umgang mit weltweiten Migrationsbewegungen. Nach langen Verhandlungen soll er bei dem UN-Gipfel am 10./11. Dezember 2018 in Marrakesch formal angenommen werden.

Der internationale PEN begrüßt, dass im Pakt eine kollektive Verpflichtung zur Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit und die gemeinsame Verantwortung in der Migrationspolitik zum Ausdruck kommt, und betont mit Nachdruck, dass die Herausforderungen und Chancen der internationalen Migration die Menschen einen anstatt zu spalten (Empfehlungen des internationalen PEN an die Weltgemeinschaft).

Beginn:
09.12.2018

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