WDR 3-Radiofeature zur Situation ägyptischer Schriftsteller

Die Kairoer Buchmesse feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Zahlreiche ägyptische Autoren sind währenddessen in Haft oder im Exil. Im WDR 3-Radiofeature über die Situation ägyptischer Schriftsteller kritisiert PEN-Vizepräsident Ralf Nestmeyer die Verurteilung des Lyrikers Galal El-Behairy.

PEN-Vizepräsident Ralf Nestmeyer
Foto: Stefanie Silber

El-Behairy wurde am 31.7.2018 vom ägyptischen Militärgericht in Kairo zu 3 Jahren Gefängnis und 10.000 ägyptischen Pfund Geldstrafe verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, mit seinen Schriften das Militär beleidigt und falsche Nachrichten verbreitet zu haben.

Zusammen mit vier weiteren politischen Gefangenen befindet er sich in einem Hungerstreik, der bis zum 11. Februar, dem Jahrestag der ägyptischen Revolution, dauern soll.

Galal El-Behairy (Quelle: PEN International)

Die Verurteilung von Galal El-Behairy ist ein Akt der Willkür, der sprachlos macht und nicht nur dem deutschen PEN, sondern der gesamten Welt die Zustände in Ägypten vor Augen führt. Die Macht und die Freiheit des Wortes sind eine der Grundfesten jeder freien Gesellschaft nicht nur in Europa, sondern weltweit. Letztlich wird sich das Recht auf freie Meinungsäußerung auch von der gegenwärtigen ägyptischen Regierung nicht dauerhaft unterdrücken lassen.

Das Feature ist anzuhören auf der WDR-Internetpräsenz.

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