08.03.2019 – „Writers in Exile“ – Ein Abend mit Lesungen und Gesprächen über Verfolgung, Heimat und Fremde in der Stadtbibliothek Magdeburg

Die Schriftstellerinnen Şehbal Şenyurt Arınlı und Fatuma Nurye Yimam mussten aus ihren Heimatländern Türkei und Äthiopien fliehen, die Schriftstellerin Yirgalem Fisseha Mebrahtu aus Eritrea.

Şehbal Şenyurt Arınlı, türkische Journalistin, Menschenrechtsaktivistin und Dokumentarfilmerin, wurde 1962 in Giresun/Türkei geboren. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

Şehbal Şenyurt Arınlı
Foto: Stefanie Silber

Sie leben nun im Exil in Deutschland. Ihre Texte erzählen von Verfolgung, vom Verlust der Heimat und vom Ankommen im Zufluchtsland. Ein Abend mit Lesungen und Gesprächen über Verfolgung, Heimat und Fremde.

Moderation: Carlos Collado Seidel, Generalsekretär des deutschen PEN

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des PEN-Zentrums Deutschland e. V. in Kooperation mit der Heinrich- Böll-Stiftung anlässlich des Internationalen Frauentages.

Weitere Informationen zum Veranstaltungsort können Sie der Internetseite der Stadtbibliothek Magdeburg entnehmen.

Fatuma Nurye Yimam wurde 1991 in Äthiopien geboren. Die Journalistin, Autorin und Aktivistin studierte von 2008 bis 2010 Marketing Management am Royal University College in Addis Abeba (Diplom) und anschließend ein Jahr Journalistik und Kommunikation an der Unity University. 2011 begann Yimam eine umfangreichen Recherche zu illegalen Migrationsrouten, die von Äthiopien in den Sudan oder nach Dschibuti führen. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

Fatuma Nurye Yimam
Foto: Stefanie Silber

Şehbal Şenyurt Arınlı ist eine türkische Dokumentarfilmerin, Menschenrechtsaktivistin und Journalistin. Als erste Frau hinter der Kamera in ihrem Heimatland engagierte sie sich vor allem für die Rechte von Frauen und Minderheiten. Ihr politisches Engagement und ihre Verbindungen zu
kurdischen Medien führten schließlich zu einer Anklage und Inhaftierung. Nur durch einen Zufall kam sie frei und konnte nach Deutschland ausreisen.

Yirgalem Fisseha Mebrahtu Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Yirgalem Fisseha Mebrahtu
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Die äthiopische Journalistin und Aktivistin Fatuma Nurye Yimam recherchierte über illegale Migrationsrouten nach Dschibuti und andere Nachbarländer Äthiopiens. Sie grün- dete die Zeitung »Fact«, in der sie Missstände kritisierte. Die Regierung erhob daraufhin Anklage gegen sie, woraufhin sie zunächst in benachbarten Ländern Zuflucht suchte, bevor sie schließlich nach Deutschland kam.

Yirgalem Fisseha Mebrahtu ist eine eritreische Lyrikerin, Journalistin und Schriftstellerin. Bis zu ihrer Freilassung im Januar 2015 musste sie sechs Jahre lang unter schlimmsten Bedingungen im »Mai Swra« Gefängnis ausharren, ohne Anklage oder Gerichtsverfahren. Seitdem droht ihr eine erneute Verhaftung und sie ist auf der Flucht.
Beginn:
08.03.2019 - 19:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Zentralbibliothek, Breiter Weg 109, 39104 Magdeburg

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