PEN-Jahrestagung in Chemnitz im Zeichen von Vielfalt und Weltoffenheit – Restaurant-Lesungen, Lyrik, Debatten und eine W:ortkundgebung

Pressemitteilung, Darmstadt, 2. April 2019

PEN-Jahrestagung in Chemnitz im Zeichen von Vielfalt und Weltoffenheit – Restaurant-Lesungen, Lyrik, Debatten und eine W:ortkundgebung

Der deutsche PEN nimmt die entsetzlichen Chemnitzer Ereignisse vom August 2018 zum Anlass, um in der aufstrebenden und doch weltoffenen sächsischen Stadt ein Zeichen gegen Intoleranz und für kulturelle Vielfalt zu setzen. Der PEN wird mit renommierten Autorinnen und Autoren in den von fremdenfeindlichen Anschlägen betroffenen Restaurants zu Gast sein. Stimmen aus aller Welt werden auf einer poetisch-politischen Kundgebung auf dem Theaterplatz zu Gehör gebracht.

Im Rahmen seiner Jahrestagung und Mitgliederversammlung vom 9. bis 12. Mai 2019 bietet der PEN darüber hinaus ein vielseitiges politisches und literarisches Programm, so zum Erbe der Revolutionen in Lateinamerika, mit einer Veranstaltung mit Stefan-Heym-Preisträgern sowie einer Lyrik-Matinee, die den Titel „Heimat heimatlos“ trägt.

Die Mitgliederversammlung wird eingebrachte Resolutionen diskutieren und verabschieden und über die Schwerpunkte der künftigen Arbeit debattieren. In diesem Jahr steht auch die Neuwahl des Präsidiums an, aus der eine Neuaufstellung hervorgehen wird, nachdem die meisten Mitglieder von Vorstand und Präsidium nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen.

Veranstaltungsprogramm

Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, der Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Uwe Gaul, und die PEN-Präsidentin Regula Venske eröffnen die Jahrestagung am Donnerstag, den 9.5., um 18 Uhr in der Villa Esche. Um 20 Uhr folgt im dortigen Vortragssaal die PodiumsdiskussionWas ist aus der Revolution geworden? Nicaragua, Venezuela und Kuba im Fokus“ mit den ehemaligen PEN-Stipendiaten Erik Arellana Bautista und Amir Valle, der Dokumentarfilmerin und Autorin Jeanette Erazo Heufelder sowie den Lateinamerikaexperten Lutz Kliche und Michi Strausfeld.

Am Freitag, den 10.5., findet ab 18 Uhr die „W:ortkundgebung VIELFALT STATT EINFALT“, eine poetisch-politische Manifestation mit Stimmen aus aller Welt, auf dem Theaterplatz statt. Um 20 Uhr folgt die literarische Veranstaltung „Woher kommen die Stürme, die die Welt verändern?“ (Stefan Heym). Im Gespräch mit Moderatorin Cornelia Zetzsche (BR) lesen und diskutieren die Preisträger Bora Ćosić (2011) und Christoph Hein (2013) auf der Großen Bühne des Chemnitzer Schauspielhauses. Der Abend wird durch den Jazz-Gitarristen Helmut Joe Sachse musikalisch umrahmt.

Am Samstag, den 11.5., lesen ab 15 Uhr die PEN-Mitglieder Nora Bossong (Restaurant Safran), Tanja Kinkel (Restaurant Schalom) sowie Eva Menasse (Restaurant Schmetterling) in Restaurants, die Ziel fremdenfeindlicher Anschläge waren.

Die Abschlussveranstaltung „Heimat heimatlos“, eine Lyrik-Matinee, beginnt am Sonntag, den 12.5., um 11 Uhr auf der Kleinen Bühne des Schauspielhauses. Die Lyrikerinnen Róža Domašcyna und Kerstin Preiwuß sowie die Lyriker Richard Pietraß und SAID tauschen sich in Lesung und Gespräch über ihre Erfahrung von Fremdheit und Heimat aus. Moderiert wird die Veranstaltung von der Autorin Ronya Othmann.

Das Programm der öffentlichen Veranstaltungen kann unter http://bit.ly/2D30yj6 abgerufen werden. Pressefotos und Hintergrundinformationen werden auf Anfrage gerne per E-Mail zur Verfügung gestellt.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Felix Hille

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Tel.: 06151 / 23 120
Während der PEN-Jahrestagung (Tagungsbüro): 0371 / 9119 9926
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Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

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