08.05.2019 – Oleg Sentsov: „Leben“ – Lesen gegen das Vergessen in der Buchhandlung Lessing und Kompanie in Chemnitz

Für den inhaftierten ukrainischen Filmemacher und Autor Oleg Sentsov und gegen das Vergessen lesen die PEN-Präsidiumsmitglieder Nina George und Heinrich Peuckmann sowie PEN-Generalsekretär Carlos Collado Seidel. Im Gespräch reden PEN-Vizepräsident Ralf Nestmeyer und Sentsov-Übersetzer Andreas Tretner über das Schicksal und das Schreiben des inhaftierten Autors und Filmemachers.

Der Eintritt ist frei.

In „Leben“ (erschienen bei Voland & Quist) erzählt Sentsov von seiner Kindheit und Jugend. Die autobiografischen Geschichten zeigen, „wie er zu dem furchtlosen Menschen wurde, der er heute ist“. (Andrej Kurkow)

Wegen angeblichen Terrorismus‘ wurde Oleg Sentsov in einem unfairen Prozess von einem russischen Militärgericht zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Er sagte dabei aus, dass ihm Folter angedroht worden sei. Derzeit befindet er sich in einer sibirischen Strafkolonie für Schwerkriminelle in Labytnangi, tausende Kilometer entfernt von seiner Heimat auf der Krim. Zuletzt verbrachte er 145 Tage im Hungerstreik und forderte die Freilassung aller in Russland inhaftierten ukrainischen Häftlinge aus politisch motivierten Gründen. Er beendete seinen Streik am 6. Oktober 2018, da er befürchtete, zwangsernährt zu werden.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Lessing und Kompanie Literatur e. V. des Verlags Voland & Quist in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland e.V.

Beginn:
08.05.2019 - 20 Uhr
Veranstaltungsort:
Buchhandlung Lessing und Kompanie Literatur e. V., Franz-Mehring-Strasse 8, 09112 Chemnitz

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.