Assange darf nicht ausgeliefert werden

Pressemitteilung, Darmstadt, 24. Mai 2019

Assange darf nicht ausgeliefert werden

Das deutsche PEN-Zentrum fordert die britische Regierung auf, die Auslieferung von Julian Assange in die USA zu verhindern. Zugleich bittet der deutsche PEN die europäischen Institutionen, das Ihre zu tun, um eine Auslieferung Assanges in die USA wirksam zu unterbinden.

„Die Freiheit des Wortes, die Pressefreiheit und die Freiheit der Person müssen in der EU garantiert sein. Sonst verrät die EU ihre Grundlagen in zerstörerischer Weise“, so der Vizepräsident und Writers-in-Exile-Beauftragte des deutschen PEN, Leander Sukov. „Die EU muss handeln und Großbritannien muss sich als Staat mit europäischen Werten beweisen.“

Nach den heute vorliegenden Informationen haben die US-amerikanischen Justizbehörden die Anklage gegen Julian Assange nochmals verschärft und um 17 Punkte erweitert. Ihm drohen in den USA bis zu 175 Jahre Haft. Dabei behandeln die USA den Whistleblower nicht mehr als Journalisten.

Das deutsche PEN-Zentrum stimmt der Einschätzung amerikanischer Pressevertreter zu, dass es sich bei dem Auslieferungsersuchen und der Anklage um einen Angriff auf die Pressefreiheit handelt. Die Auslieferung Assanges wäre nicht nur eine Katastrophe für ihn selbst, sondern auch ein unverzeihlicher Schlag gegen die Freiheit des Wortes.

Der PEN fordert deshalb die zuständigen Institutionen der EU dazu auf, Assange gegen eine Ausweisung zu schützen und bittet die EU-Mitgliedstaaten darum, ihm Asyl zu gewähren.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Heinrich Peuckmann  Leander Sukov                                Ralf Nestmeyer
Generalsekretär          Writers-in-Exile-Beauftragter        Writers-in-Prison-Beauftragter

Pressekontakt:

Felix Hille
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