Deutscher PEN wirft für Assange Projektionen auf Britische und US-amerikanische Botschaft

Deutscher PEN wirft für Assange Projektionen auf Britische und US-amerikanische Botschaft

US-amerikanische Botschaft in Berlin (Foto: © PixelHELPER.org, Dirk Martin Heinzelmann)

Pressemitteilung, Darmstadt, 24. Februar 2020. Zum heutigen Auftakt der Anhörungen im Auslieferungsverfahren des WikiLeaks-Gründers Julian Assange hat das PEN-Zentrum Deutschland mit zwei Lichtinstallationen auf der Britischen und der US-amerikanischen Botschaft in Berlin gegen die Inhaftierung Assanges protestiert und den menschenunwürdigen Umgang der britischen Justiz mit dem gebürtigen Australier kritisiert.

Während auf der Fassade der US-amerikanischen Botschaft die Lichtzeile „Protect Whistleblowers“ zu lesen war, prangte auf dem Botschaftsgebäude Großbritanniens mit „Free Julian Assange“ der Appell an die britischen Behörden, sich den politischen Interessen der USA entgegenzustellen und sich für Julian Assanges Freilassung einzusetzen.

„Die Inhaftierung und die damit einhergehende psychische Folterung von Julian Assange ist eine in der jüngeren Geschichte Europas beispiellose Grenzüberschreitung. Es darf nicht sein, dass europäische Gerichte zum willfährigen Erfüllungsgehilfen des amerikanischen Präsidenten instrumentalisiert werden“, erklärt Ralf Nestmeyer, Vizepräsident und Writers-in-Prison Beauftragter des deutschen PEN.

Britische Botschaft in Berlin
(Foto: © PixelHELPER.org, Dirk Martin Heinzelmann)

Sollte Julian Assange an die USA ausgeliefert werden, drohen ihm dort bis zu 175 Jahre Haft, womöglich sogar die Todesstrafe. Die amerikanischen Justizbehörden werfen ihm vor, die Veröffentlichung geheimen Materials von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan ermöglicht zu haben.

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Pressekontakt:

Felix Hille
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Tel.: 06151/627 08 23; Mobil: 0157/31382637; Fax.: 06151/293414
E-Mail: f.hille [at] pen-deutschland [dot] de

Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.

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