05.05.2021 – Ist die Meinungsfreiheit in der Türkei abgeschafft? So steht es um die Bürgerrechte unter Erdoğan

Im Rahmen der diesjährigen Woche der Meinungsfreiheit (3.-10.5.) nimmt die zweite Veranstaltung der Reihe zu Writers in Prison/ Writers in Exile der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit/ Thomas-Dehler-Stiftung in Kooperation mit dem deutschen PEN die prekäre Lage von Autorinnen und Autoren in der Türkei in den Blick.

Die Teilnahme an der (digitalen) Veranstaltung ist kostenlos. Weiterführende Informationen und Anmeldelink lassen sich der Seite der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit entnehmen.

Die weiteren Veranstaltungen legen etwa einmal im Monat den Schwerpunkt u.a. auf  Eritrea und Saudi-Arabien.

Tausende Journalisten und Politikerinnen, Aktivisteninnen und Schriftsteller sitzen in türkischen Gefängnissen. Seit vielen Jahren wird die Meinungsfreiheit in der Türkei aufs Heftigste attackiert von Erdogan und seinen Getreuen. Es gibt keine unabhängige Justiz, keine Gewaltenteilung und die Situation spitzt sich weiter zu – die Bürgerrechte werden immer weiter untergraben. Erst kürzlich trat die Türkei aus dem Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt aus, auch bekannt als Istanbul-Konvention.

Details

Begrüßung
Sebastian Zajonz
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit/ Thomas-Dehler-Stiftung

Lesung aus „Morgengrauen“ (Selahattin Demirtaş)
Doğan Akhanlı, Schriftsteller und Mitglied des deutschen PEN

Politischer Impuls
Dr. Ronald Meinardus
Leiter des Büros Istanbul der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Diskussion über die Meinungsfreiheit und Bürgerrechte
Doğan Akhanlı, PEN-Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter Ralf Nestmeyer, Dr. Ronald Meinardus

Moderation
Nina George
Präsidentin des European Writers’ Council und Mitglied des deutschen PEN

Der Autor Selahattin Demirtaş zeichnet in seiner Fabel „Morgengrauen“ ein eindrückliches Bild der Trostlosigkeit seines Lebens im Gefängnis, aber auch von den Zumutungen, die Menschen in der Türkei erdulden, und mit welchem Mut der Verzweiflung einige aufbegehren. In wenigen Zeilen entsteht ein dichtes Porträt eines Staates, der die Freiheit seiner Bürgerinnen und Bürger einschränkt und ihre Rechte mit Füßen tritt.

Die künftigen Kooperationsveranstaltungen mit dem PEN-Zentrum Deutschland e.V. widmen sich der Situation bedrohter Schriftstellerinnen und Schriftstellern und legen etwa einmal im Monat den Schwerpunkt u.a. auf Eritrea und Saudi-Arabien,

Mitveranstalter

Thomas-Dehler-Stiftung
Orleansstraße 6
81669, München
www.thomas-dehler-stiftung.de
Beginn:
05.05.2021 - 19 Uhr
Ende:
20:30 Uhr

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