Hermann Kinder (1944-2021)

Es erreicht uns die traurige Nachricht, dass unser langjähriges Mitglied Hermann Kinder am 27. August  verstorben ist.

Der promovierte Germanist,  Kunsthistoriker und Nederlandist hatte Lehraufträge an den Universitäten Konstanz, Klagenfurt und Shanghai.

Für sein literarisches Schaffen wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Alemannische Literaturpreis, der Literaturpreis der Stadt Stuttgart und zuletzt der Berthold-Auerbach-Preis.

Sein Werk war gekennzeichnet von einem tragikomischen Sarkasmus, wobei als Hauptthemen der schonungslose Umgang mit der „Vätergeneration“ und deren überkommene Wertvorstellungen, aber auch die Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Literaturkritik in Erscheinung traten. Kinders Hang zum Sarkasmus lässt sich bereits in den Titeln  einiger seiner Werke wiedererkennen: Der Schleiftrog; Vom Schweinemut der Zeit; Der Mensch, ich Arsch; oder Himmelhohes Krähengeschrei.

Sein markiger Sprachwitz wird uns in unserer tiefernsten Zeit fehlen.

Für das PEN-Zentrum Deutschland e.V.:

Jürgen Strasser

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