UGANDA: Satiriker erneut in Bedrängnis

Kakwenza Rukirabashaija
Foto: Privat

Nach der Veröffentlichung seines satirischen Romans The Greedy Barbarian, in dem es um Korruption und Machtmissbrauch auf höchster staatlicher Ebene geht, wurde Kakwenza Rukirabashaija im April 2020 von der ugandischen Militärpolizei beinahe zu Tode gefoltert. Im folgenden Strafverfahren wurde er beschuldigt, über Facebook zur Missachtung von COVID-19 Hygienemaßnahmen aufgerufen zu haben.

All diese Erfahrungen hatte er in einem weiteren satirischen Roman, The Banana Republic, verarbeitet – worauf er im September 2020 erneut festgenommen und misshandelt wurde.

Seit einigen Monaten steht der deutsche PEN mit ihm in Kontakt. Als wir ihm über einen Messangerdienst zum Jahreswechsel alles Gute wünschen wollten, stießen wir auf die Nachricht: „zuletzt online am 28.12.21 um 09:56“. Laut einem Bericht der BBC wurde er an jenem Tag erneut in Haft genommen, angeblich wegen Kritik an Muhozi Kainerugaba, dem Chef der Streitkräfte und Sohn des ugandischen Langzeitpräsidenten Museveni.

Wir fordern seine bedingungslose und sofortige Freilassung.