„Grauzone – Solidarität mit der Ukraine“ in Magdeburg

Als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine und für die Presse- und Meinungsfreiheit werden im Rahmen der Internationalen Wochen #GegenRassismus in Magdeburg Fragmente aus dem unveröffentlichten Roman des ukrainischen Schriftstellers und Journalisten Aleksei Bobrownikow vorgetragen.

Die Veranstaltung in Kooperation mit der Stadtbibliothek Magdeburg, Miteinander e. V. und dem PEN-Zentrum Deutschland findet am Freitag, den 25. März 2022 um 17 Uhr in Präsenz statt. PEN-Vizepräsidentin Astrid Vehstedt stellt das Programm „Writers-in-Exile“ und den Autor einführend vor. Verschiedene AkteurInnen des Kulturlebens der Stadt, vom Literaturhaus, der Stadtbibliothek, dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller und der Landeszentrale für politische Bildung lesen zwölf kurze Auszüge von etwa 3 bis 5-minütiger Länge aus dem Manuskript. Musikalisch umrahmt werden die Beiträge von Martin Rühmann.

In seinem autobiographischen Roman „Grauzone“ beschreibt Bobrownikow die gewaltsamen Auseinandersetzungen in den ost-ukrainischen Gebieten und entlarvt ein weitverzweigtes Schmuggel- und Geldwäschenetz. Die Invasion der russischen Armee in die Ukraine verleiht dem Roman einen neuen Aktualitätsbezug.

Durch seine Recherchen in den Jahren 2014/2015 erhielt er mehrere Todesdrohungen und flüchtete 2016 nach Deutschland. Von Januar 2017 bis Februar 2018 war er Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte und von 2018 bis 2021 Stipendiat des Writers-in-Exile-Programms des deutschen PEN.

Mitglieder des PEN-Zentrum Deutschland haben ebenfalls als Zeichen der Solidarität aus dem Manuskript gelesen. Die Lesungen finden Sie hier.

Mehr Informationen zu den internationalen Wochen #GegenRassismus in Magdeburg finden Sie hier www.antirassismuswochen-magdeburg.de.