PEN-Zentrum Deutschland sagt Jahrestagung (7.–10.5.) in Tübingen ab

PEN-Zentrum Deutschland sagt Jahrestagung (7.–10.5.) in Tübingen ab

Pressemitteilung, Darmstadt, 19. März 2020. Angesichts der derzeitigen Situation sagt der deutsche PEN seine diesjährige Jahrestagung in Tübingen ab. „Die Entscheidung haben wir mit schwerem Herzen getroffen, doch die Gesundheit unserer Mitglieder, der Auftretenden, Gäste sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für uns von höchster Priorität“, betont PEN-Generalsekretär Heinrich Peuckmann.

„Wie so viele andere Organisationen, Veranstalter, Künstlerinnen und Künstler sind wir enttäuscht, dass all das Schöne, das wir monatelang geplant hatten, nun nicht realisiert werden kann. Die Begegnungen untereinander und mit dem Tübinger Publikum werden uns fehlen. Aber wir werden uns auch weiterhin nach Kräften für die Freiheit des Wortes und unsere Kolleginnen und Kollegen in Not einsetzen“, fügt PEN-Präsidentin Regula Venske hinzu.

Ob und in welcher Form die Mitgliederversammlung in diesem Jahr stattfinden kann, wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Pressekontakt:

Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151/627 08 23; Mobil: 0157/31382637; Fax.: 06151/293414
E-Mail: f.hille [at] pen-deutschland [dot] de

 Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.

Ägypten: Verhaftung mehrerer Aktivistinnen und Aktivisten während Coronapandemie

Ahdaf Soueif
Foto: Anna Frodesiak [CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], from Wikimedia Commons

Update – 20. März 2020

Ahdaf Soueif und die im Folgenden erwähnten Aktivistinnen und Aktivisten wurden Soueifs verifiziertem Twitter-Account zufolge freigelassen.


Die Verhaftung und Inhaftierung von Aktivistinnen und Aktivisten in Ägypten – darunter die bekannte ägyptische Autorin Ahdaf Soueif – zeigen, dass sich die ägyptische Regierung mehr um ihren Ruf als um die Rechte ihrer Bürgerinnen und Bürger kümmert, einschließlich deren Rechts auf Meinungsfreiheit und Information, so PEN International in einem gemeinsamen Statement mit dem PEN America und dem English PEN. Soueif und mehrere Andere wurden während eines Protestes festgenommen, bei dem die Freilassung von Häftlingen gefordert wurde, um die Ausbreitung des Coronavirus in ägyptischen Gefängnissen einzudämmen.

Am 18. März 2020 protestierte Soueif vor dem ägyptischen Kabinett gemeinsam mit dem Akademiker Rabab al-Mahdi, Soueifs Schwester und Akademikerin Leila Soueif, und ihrer Nichte, der Aktivistin Mona Soueif. Mona Soueif hat den Protest live auf Facebook gestreamt und eine Konfrontation mit Polizisten aufgezeichnet, die sie Berichten zufolge gebeten haben, auf einer Polizeibehörde anzuhalten und „die Angelegenheit zu besprechen“. Ihre Telefone sollen daraufhin beschlagnahmt und ausgeschaltet worden sein. Laut dem Menschenrechtsanwalt Khaled Ali wurde die Gruppe auf der Polizeistation Qasr el-Nil im Kairoer Zentrum festgenommen. Später, so ein Familienmitglied, wurden die vier in einem Polizeifahrzeug aus der Station gebracht und werden nun wegen illegaler Versammlung, unrechtmäßigen Protests und Blockierung des Verkehrs angeklagt.

Die Lage der Meinungsfreiheit in Ägypten hat sich in den letzten sieben Jahren unter der Herrschaft von Präsident Abdel Fattah el-Sisi dramatisch verschlechtert. Seit dem Ausbruch des Coronavirus ist das Recht auf Protest und Pressefreiheit besonders gefährdet. Am Montag widerrief Ägypten die Akkreditierung eines Korrespondenten für The Guardian und drohte, die Erlaubnis des Papiers für den Betrieb im Land zu widerrufen, nachdem die Verkaufsstelle einen Bericht veröffentlicht hatte, der darauf hinweist, dass die Anzahl der Fälle in Ägypten höher ist als gemeldet. Die Regierung veröffentlichte auch eine Erklärung, in der sie den Chef des New Yorker Büros in Kairo, Declan Walsh, beschuldigt, „professionelle Verstöße“ begangen zu haben, nachdem er in Tweets angedeutet hatte, dass die gemeldete Anzahl von COVID-19-Fällen in Ägypten untertrieben wird.

Das ausführliche Statement des PEN International finden Sie hier.

 

MYANMAR: Dichter und PEN-Mitglied wegen Verleumdung des Militärs inhaftiert

Saw Wai (Foto: PEN International)

PEN International ist zutiefst besorgt über die anhaltende Verfolgung des Dichters und PEN-Mitglieds Saw Wai. Er wird beschuldigt, das Militär gemäß Abschnitt 505 (a) des Strafgesetzbuchs diffamiert zu haben, nachdem er bei einer Veranstaltung in der Gemeinde Kaw Thaung in der Region Tanintharyi im Südwesten von Myanmar gesprochen hatte. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zwei Jahre Gefängnis.

PEN International ist der Ansicht, dass Saw Wai ausschließlich auf die friedliche Ausübung seines Rechts auf freie Meinungsäußerung ausgerichtet ist, und fordert, die gegen ihn erhobenen Anklagen fallen zu lassen.

WERDEN SIE AKTIV! Protestieren Sie!

–   fordern Sie die myanmarischen Behörden auf, die gegen Saw Wai erhobenen Anklagen unverzüglich und bedingungslos fallen zu lassen

–   fordern Sie, dass alle Gesetze, die das Recht auf freie Meinungsäußerung in Myanmar rechtswidrig einschränken, aufgehoben oder gemäß den internationalen Menschenrechtsstandards geändert werden

–   drängen Sie auf die sofortige Ratifizierung internationaler Menschenrechtsverträge, an denen Myanmar noch nicht beteiligt ist, einschließlich des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte (ICCPR)

Senden Sie Ihre Proteste an:

President
U Win Myint
President of the Republic of the Union of Myanmar
President’s Office
Naypyitaw
Myanmar

Chief Justice of the Union
U Htun Htun Oo
The Supreme Court of the Union
Building 54
Naypyitaw
Myanmar
Email: scunion [at] mptmail.net [dot] mm

Minister of Home Affairs
Lt. Gen. Soe Htut
Ministry of Home Affairs Office No. 10, Nay Pyi Taw
Republic of the Union of Myanmar
Fax: +95 67 412439
Email: mohamyanmar [at] gmail [dot] com

Commander-in-Chief of Defense Services
Senior General Min Aung Hlaing
Naypyitaw, Myanmar
Kontaktformular

Chairperson of the Myanmar National Human Rights Commission
U Hla Myint
No. 27, Pyay Road
Hlaing Township
Yangon
Myanmar
Email: info [at] mnhrc.org [dot] mm

Botschaft von Myanmar in Deutschland
Botschaft der Republik der Union Myanmar
Thielallee 19
14195 Berlin

Bitte wenden Sie sich an Ihr Außenministerium und diplomatische Vertreter in Myanmar und fordern Sie sie auf, den Fall von Saw Wai in bilateralen Foren zur Sprache zu bringen.

Hintergrund (bereitgestellt vom internationalen PEN) 

Saw Win ist ein bekannter myanmarischer Dichter, Schriftsteller und Performancekünstler sowie Vorstandsmitglied von PEN Myanmar. Er verwendet das Pseudonym Saw Wai.

Am 17. Oktober 2019 erhob ein Oberstleutnant in der Gemeinde Kaw Thaung in der Region Tanintharyi im Südwesten Myanmars Anklage gegen Saw Wai sowie gegen zwei weitere Aktivisten, von denen einer bereits eine einjährige Haftstrafe verbüßt, weil er gegen Abschnitt 505 (a) des Strafgesetzbuchs verstoßen hat. Es verbietet die Verbreitung von Erklärungen und Berichten, dass ein Offizier, Soldaten, Seemann oder Flieger in der Armee, der Marine oder der Luftwaffe die Absicht hat gegen das Militär zu rebellieren.

Gegen Saw Wai und eine weitere Person wurde Anklage erhoben, nachdem sie auf einer Kundgebung in der Gemeinde gesprochen hatten. Laut PEN Myanmar setzte sich Saw Wai für das im Februar 2019 gebildete Joint Committee zur Verfassung der Union von Myanmar ein. Amnesty International gab an, dass Saw Wai ein Gedicht rezitiert und das Publikum gebeten habe, „böse Gesetze abzulehnen“.

Berichten zufolge akzeptierte das Kawthaung Township Court die Anklage des Militärs am 31. Oktober 2019, das Gerichtsverfahren begann am 20. Januar 2020. Ein Gericht in der Region Tanintharyi erließ Berichten zufolge, einen Haftbefehl gegen Saw Wai, nachdem er nicht vor Gericht erschienen war. Er und sein Mitangeklagter argumentierten, dass sie keine Vorladung erhalten hätten. Saw Wai wurde bei der anschließenden Anhörung am 3. Februar, aus medizinischen Gründen eine Kaution gewährt. In einer Anhörung am 3. März gab das Gericht dem Antrag Saw Wais statt, den Ort des Verfahrens in die Stadt Dawei zu verlegen, die Hauptstadt der Region Tanitharyi (nur 621 Kilometer von Yangon entfernt) von der Gemeinde Kaw Thaung (fast 1.300 Kilometer von Yangon entfernt). Das Gericht stimmte zu, dass er nicht bei jeder Anhörung anwesend sein müsse. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zwei Jahre Gefängnis.

Saw Wai setzt sich seit langem für die Meinungsfreiheit in Myanmar ein. 2008 wurde er für sein Engagement trotz der persönlichen Risiken, denen er ausgesetzt war, mit dem Oxfam Novib / PEN-Preis für freie Meinungsäußerung ausgezeichnet. Zum Zeitpunkt der Auszeichnung verbüßte er eine zweijährige Haftstrafe im Zusammenhang mit einem kritischen Gedicht gegen die Behörden. Das Gedicht Saw Wais mit dem Titel „14. Februar“, welches in der in Yangon ansässigen Wochenzeitschrift „Love Journal“ veröffentlicht wurde, wurde als Liebesgedicht gestaltet, das den damaligen Chef der regierenden Militärjunta Myanmars, General Than Shwe, kryptisch kritisiert. Saw Wai wurde fast vier Monate nach Ablauf seiner zweijährigen Haftstrafe, im Mai 2010 freigelassen.

Freedom of expression in Myanmar 

Über vier Jahre nach der Machtübernahme der Regierung der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) von Aung San Suu Kyi sind nur geringe Fortschritte in der Einführung politischer Reformen festzustellen. Dem Urteil der UN-Ermittlungsmissionen zufolge ist das myanmarische Militär, bekannt als Tatmadaw, für schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen verantwortlich.Dennoch übt es immer noch einen erheblichen politischen Einfluss aus. Die Zahl der Versuche von Militärangehörigen, Personen zu verklagen, von denen angenommen wird, dass sie das Militär diffamiert haben, insbesondere diejenigen, die Änderungen der Verfassung unterstützen, ist seit April 2019 gestiegen.

Das vollstandige Statement von PEN International finden Sie hier.

Verdienstkreuz am Bande für Writers-in-Exile Beauftragte

Pressemitteilung, Darmstadt, 6. März 2020. Franziska Sperr, ehemalige Vizepräsidentin und Writers-in-Exile Beauftragte des PEN, erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Auf Vorschlag der Kulturstaatsministerin Monika Grütters verlieh Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die hohe Auszeichnung an die freie Journalistin, Übersetzerin und Autorin. Bei der feierlichen Übergabe am 6. März 2020 in der Barenboim-Said Akademie in Berlin wird Sperr für ihren mühevollen Einsatz für verfolgte, drangsalierte, mit Tod und Verbannung bedrohte Journalistinnen und Schriftsteller gewürdigt.

Franziska Sperr: Writers in Exile-Beauftragte u. Vizepräsidentin des PEN 2013–2019. © Roland Baege

Als Beauftragte des Writers-in-Exile Programms des PEN, machte sie es sich zur Aufgabe, verfolgten AutorInnen einen sicheren Ort zum Leben und Schreiben zu geben. Von der Auswahl der StipendiatInnen, über die Förderung derer Schreibtätigkeiten, bis hin zur Organisation von Lesungen und Diskussionsrunden, tat Sperr alles Erdenkliche, um ihren Schützlingen auch über das Stipendienende hinaus eine Grundlage für eine fruchtbare Zukunft in Deutschland zu ermöglichen.

Es sei ihr nie nur Arbeit, sondern stets ein persönliches Anliegen gewesen, den Menschen, die nicht das Glück haben, in einem sicheren, demokratischen Land zu leben, die Chance auf ein freies und selbstbestimmtes Leben zu bieten. „Es gibt Gespräche und Situationen, die man nie vergessen wird, es sind Glücksmomente, die man anderen kaum mitteilen kann. Ein Geschenk“, so Sperr. Neben der Unterstützung von SchriftstellerInnen macht sich Franziska Sperr weiterhin gegen die Unterdrückung und für das Recht auf freie Meinungsäußerung in diktatorischen Ländern stark und bekämpft Rassen-, Klassen- und Völkerhass.

Die eingebundene Bilddatei darf ohne weitere Genehmigung unter Angabe des Copyrights (Roland Baege) unentgeltlich verwendet werden.

Pressekontakt:

Susann Franke
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151/62 708 26
E-Mail: s.franke [at] pen-deutschland [dot] de

Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.

Zehn Jahre Haft für Buchhändler Gui Minhai: PEN fordert Freilassung

Zehn Jahre Haft für Buchhändler Gui Minhai: PEN fordert Freilassung

Pressemitteilung, Darmstadt, 25. Februar 2020. Der deutsche PEN hat die sofortige Freilassung des schwedischen Verlegers Gui Minhai gefordert. Seine Verurteilung ist ein weiteres erschreckendes Beispiel für die Art und Weise, wie die chinesische Volksrepublik versucht, die Meinungsfreiheit zu kontrollieren und kritische Stimmen über Jahrzehnte wegzusperren.

Ein Gericht in Ningbo hat den Autor und Buchhändler Gui Minhai heute zu zehn Jahren Haft wegen der „illegalen Weitergabe von geheimen Informationen ans Ausland“ verurteilt. Der schwedische Staatsbürger chinesischer Herkunft war vor vier Jahren entführt und in der Volksrepublik China inhaftiert worden.

„Über die Situation von Gui Minhai hinaus macht uns besondere Sorgen, dass die chinesische Botschaft in Stockholm versucht hat, die Verleihung des Tucholsky-Preises des PEN Schweden an ihn zu unterbinden und dass der chinesische Botschafter schwedische Journalisten, die über den Fall berichten, wiederholt unter Druck gesetzt, ja ihnen gedroht hat. Auch andernorts versucht China, die internationale Agenda in Bezug auf Informations- und Meinungsfreiheit zu bestimmen. Dem gehört auf breiter internationaler Ebene Einhalt geboten“, betont Regula Venske, Präsidentin des deutschen PEN.

Zuletzt haben auf Initiative des PEN Schweden in einem Offenen Brief PEN-Zentren weltweit an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping appelliert, Gui Minhais Menschenrechte zu wahren und die Sicherheit seiner Unterstützerinnen und Unterstützer sowie von Medienschaffenden, die über Menschenrechtsverletzungen in der chinesischen Volksrepublik berichten, zu gewährleisten. Zahlreiche NGOs, Schriftstellerinnen und Schriftsteller haben den Brief unterzeichnet, der in englischer Sprache nachzulesen ist auf www.pen-international.org/news/open-letter-to-chinas-president-xi-jinping.

Pressekontakt:

Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151/627 08 23; Mobil: 0157/31382637; Fax.: 06151/293414
E-Mail: f.hille [at] pen-deutschland [dot] de

Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.